USA kündigen Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von über 700 Millionen Dollar an

US-Außenminister Antony Blinken hat angekündigt, dass sein Land die Ukraine mit insgesamt 717 Millionen Dollar in verschiedenen Bereichen unterstützen wird.

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Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hielt eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem US-Außenminister Antony Blinken und dem britischen Außenminister David Lammy ab, die sich anlässlich des 4. Gipfeltreffens der Krim-Plattform in Kiew aufhielten.

Sybiha berichtete, dass sie mit den Gastministern die Entwicklungen im anhaltenden Krieg in seinem Land erörtert hätten.

Sybiha merkte an, dass bei dem Treffen Schritte zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeiten besprochen wurden: "Das Hauptthema unseres heutigen Gesprächs mit unseren Kollegen ist die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten unseres Staates. Luftverteidigung, F-16 (Kampfjets), Artilleriegeschosse, unbemannte Luftfahrzeuge, gepanzerte Fahrzeuge und andere Ausrüstung – alles, was für den Sieg genutzt wird."

Sybiha betonte zudem die Bedeutung der Steigerung lokaler Produktionen und Investitionen in den Kauf von Waffen für die ukrainische Armee: "Dies ist ein Weg, die militärische Unterstützung für die Ukraine schnell zu erhöhen und die Ressourcen unserer Verbündeten zu schonen", sagte er.

UKRAINISCHE FORDERUNG NACH LANGSTRECKENWAFFEN DISKUTIERT

Blinken teilte mit, dass er im Rahmen seiner Kontakte in Kiew Informationen von ukrainischen Vertretern über die jüngsten Entwicklungen an der Front erhalten habe.

Blinken merkte an, dass sie auch das Thema der von der Ukraine geforderten Erlaubnis zur Nutzung der von westlichen Ländern gelieferten Langstreckenwaffen mit den ukrainischen Führungskräften besprochen hätten und er diese Informationen an US-Präsident Joe Biden weitergeben werde.

Blinken wies darauf hin, dass Biden und der britische Premierminister Keir Starmer am Freitag, dem 13. September, in Washington zusammenkommen werden und sie dort möglicherweise auch die Forderungen der Ukraine nach dem Einsatz von Langstreckenwaffen erörtern könnten.

Darüber hinaus kündigte Blinken an, dass die USA der Ukraine insgesamt 717 Millionen Dollar an Hilfen bereitstellen werden: 325 Millionen für die Reparatur des durch russische Angriffe beschädigten Energiesystems, 290 Millionen für humanitäre Hilfe und 102 Millionen für Minenräumarbeiten.

GROSSBRITANNIEN WIRD EBENFALLS 3 MILLIARDEN PFUND HILFE LEISTEN

Der britische Außenminister Lammy erklärte, dass sie der Ukraine weiterhin jedes Jahr militärische Hilfe leisten werden: "Ich bin stolz auf das Engagement von Premierminister Starmer, die militärische Hilfe in Höhe von 3 Milliarden (Pfund) pro Jahr bereitzustellen, die Sie für Ihren Kampf benötigen", sagte er.

Lammy berichtete, dass Großbritannien zudem die Lieferung von militärischem Material an die Ukraine beschleunigt habe, insbesondere von Luftabwehrraketen, Ausrüstung für F-16-Kampfjets, motorisierten Artilleriesystemen vom Typ AS-90, Militärstiefeln und Marinebewaffnung.

Minister Lammy fügte hinzu: "Bis Ende des Jahres werden wir der Ukraine zusätzliche Luftabwehrraketen, zehntausende weitere Artilleriegeschosse und mehr gepanzerte Mannschaftstransporter schicken."

Lammy erinnerte zudem daran, dass die britische Regierung heute ein Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 600 Millionen Pfund angekündigt habe.

SELENSKYJ EMPFING LAMMY UND BLINKEN

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfing den britischen Außenminister Lammy und den US-Außenminister Blinken in Kiew.

In einem Beitrag auf seinem Telegram-Kanal erklärte Selenskyj, dass er mit Lammy und Blinken zusammengekommen sei: "Alle wichtigen Themen wurden besprochen. Es ist wichtig, dass die Argumente der Ukraine gehört werden. Dies gilt sowohl für den Einsatz von Langstreckenwaffen als auch für die Bereitstellung von Hilfe für die militärischen Einheiten an der Front und die allgemeine Strategie zur Annäherung an einen gerechten Frieden", sagte er.

Selenskyj dankte den USA und Großbritannien für ihre Unterstützung seines Landes.