USA üben Druck auf Israel bezüglich der Türkei aus

Die USA möchten, dass die Türkei und Katar eine aktive Rolle beim Wiederaufbau des Gazastreifens übernehmen. Dies stößt bei Israel auf Widerstand.

12punto

Die USA fordern die Einbeziehung der Türkei und Katars in den Prozess des Wiederaufbaus des Gazastreifens. Während Washington plant, türkische Soldaten in das Koordinationszentrum an der Grenze zum Gazastreifen einzubinden, lehnt Israel diese Idee ab und erklärt: "Türkisches Militär ist für uns eine rote Linie."

US-Außenminister Marco Rubio gab an, positive Gespräche mit der Türkei, Katar, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt zu haben. Ziel dieser Gespräche ist die Bildung einer internationalen Stabilisierungstruppe, die die Sicherheit im Gazastreifen gewährleisten soll.

Die US-Regierung betrachtet die Einbeziehung muslimisch geprägter Länder als ein wichtiges Element dieses Plans. Israels Widerstand gegen dieses Vorhaben erschwert jedoch den Friedensplan, weshalb die USA begonnen haben, Druck auf Israel auszuüben.

US-UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE ROLLE DER TÜRKEI IN GAZA

Rubio betonte, dass man sich wünsche, dass Ankara einen Beitrag zu dem geplanten multinationalen Sicherheitsmechanismus leiste und eine wichtige Rolle beim Frieden in Gaza übernehmen könne. Washington plant, türkische und katarische militärische Verbindungsoffiziere in das neue zivil-militärische Koordinationszentrum einzubinden, das in der israelischen Stadt Kiryat Gat eingerichtet wurde.

Ein US-Beamter erklärte, dass Vertreter der Armeen aus Ägypten, Katar, der Türkei und möglicherweise den VAE in diesem Zentrum tätig sein werden. Der US-Außenminister äußerte sich ähnlich verteidigend über Katar und erklärte, man wolle, dass Doha seine konstruktive Rolle zur Beendigung des Konflikts fortsetze.

Der ehemalige US-Diplomat Robert Silverman sagte, dieser Ansatz diene den strategischen Interessen Washingtons. Silverman erklärte: "Dieser Plan zielt darauf ab, auch die Zustimmung der Länder zu erhalten, die die Palästinenser unterstützen. Die Beteiligung der Türkei und Katars ist ein kritisches Element, um die Hamas zu isolieren."

Israel lehnt eine mögliche Beteiligung der Türkei und Katars jedoch kategorisch ab. In einer Erklärung des Büros des Premierministers hieß es: "Eine türkische Militärpräsenz ist eine rote Linie." Benjamin Netanjahu erklärte bei einem Treffen mit dem ägyptischen Geheimdienstchef, dass diese Haltung auch von Kairo geteilt werde, und sagte: "Unsere Sicherheit liegt in unserer Kontrolle. Israel bestimmt, welche internationalen Kräfte inakzeptabel sind."