USA und Großbritannien greifen den Jemen an

Die Huthi-Rebellen gaben bekannt, dass US-amerikanische und britische Streitkräfte sechs Luftangriffe auf die Stadt al-Hudaida im Westen des Jemen durchgeführt haben. Über die Bilanz der Angriffe gibt es bisher keine offizielle Stellungnahme.

AA

Wie der Fernsehsender al-Masirah berichtete, erfolgten die Angriffe auf die Region al-Aradsch im Distrikt Badschil sowie auf die Region Ras Isa im Distrikt as-Salif.

Es wird davon ausgegangen, dass die Angriffe als Vergeltung für die Attacken der Huthi auf Schiffe mit Israel-Bezug im Roten Meer durchgeführt wurden.

Ob die Luftangriffe zivile Opfer gefordert haben, ist nicht bekannt. Es besteht die Sorge, dass die Angriffe die Spannungen in der Region weiter verschärfen und den Bürgerkrieg im Jemen verlängern könnten.

Die UN und einige internationale Organisationen haben ihre humanitäre Besorgnis geäußert. UN-Generalsekretär António Guterres rief zu einem sofortigen Waffenstillstand im Jemen auf.

ZUR SPANNUNG IM ROTEN MEER

Die Huthi-Rebellen führen seit Oktober 2023 Angriffe auf Schiffe mit Israel-Bezug im Roten Meer durch. Die USA und ihre Verbündeten haben durch den Start einer Marineoperation gegen die Huthi die Spannungen in der Region erhöht.

Es bleibt ungewiss, ob die USA und Großbritannien ihre Luftangriffe auf den Jemen fortsetzen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Huthi ebenfalls Vergeltungsangriffe durchführen, ist hoch.