USA verhängen Iran-Sanktionen gegen türkische Unternehmen

Das US-Finanzministerium hat drei in der Türkei ansässige Unternehmen auf seine Sanktionsliste gesetzt, mit der Begründung, sie hätten die Fluggesellschaft Mahan Air unterstützt.

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Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums hat im Rahmen eines neuen Sanktionspakets gegen den iranischen Luftfahrtsektor bekannt gegeben, dass drei in der Türkei ansässige Unternehmen auf die Sanktionsliste gesetzt wurden.

In der Erklärung des Ministeriums wurde behauptet, dass die Sky Phoenix Hava Yolları Taşımacılığı Ticaret Limited Şirketi, die S Sistem Lojistik Hizmetleri Anonim Şirketi und die MES Kargo Taşımacılık Turizm ve Dış Ticaret Limited Şirketi die iranische Mahan Air unterstützt hätten.

Im Rahmen der von den USA unter dem Namen „Operation Wirtschaftliche Isolation“ geführten Kampagne wurden Sanktionen gegen insgesamt 36 Personen und Organisationen verhängt. Auf der Liste stehen neben 27 im Iran tätigen Fluggesellschaften auch Dienstleister und Vermittler mit Sitz in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Malaysia und Kasachstan.

BOEING 777 UND VERSANDBEHAUPTUNGEN

Das US-Finanzministerium behauptete, dass Mahan Air im Sommer 2026 mindestens drei Boeing 777-Passagierflugzeuge erhalten habe, die über die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman umgeleitet wurden. In der Erklärung wurde behauptet, dass ECT Aviation Support mit Sitz in den VAE und Sky Phoenix mit Sitz in der Türkei als Vermittler bei der Übertragung von Flugzeugen US-amerikanischer Herkunft an Mahan Air fungiert hätten.

Nach Angaben des Ministeriums stammten die betreffenden Flugzeuge aus zuvor stillgelegten Flotten, erhielten nach ihrer Ankunft in den VAE vorläufige Registrierungsnummern und wurden anschließend an Mahan Air übergeben. Sky Phoenix wurde unter dem Executive Order 13224 auf die Liste gesetzt, mit der Begründung, dass das Unternehmen Mahan Air materielle, finanzielle oder technologische Unterstützung sowie Waren oder Dienstleistungen bereitgestellt habe.

In der Erklärung wurde behauptet, dass S Sistem die im Namen von Mahan Air in den Iran gesendeten Lieferungen koordiniert habe und dass diese Lieferungen Teile für unbemannte Luftfahrzeuge sowie Industrieausrüstung enthalten hätten. Es wurde zudem behauptet, dass MES Kargo als Generalverkaufsagent für Mahan Air tätig sei und Lieferungen im Namen der iranischen Fluggesellschaft koordiniere.

Die Vorwürfe der US-Behörden gegen die Unternehmen sind von unabhängiger Seite nicht bestätigt. Bisher liegt auch keine öffentliche Stellungnahme der betroffenen Unternehmen zu der Sanktionsentscheidung vor.

WARNUNG AN FINANZINSTITUTE

Zeitgleich mit der Sanktionsentscheidung veröffentlichte das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des Finanzministeriums eine separate Warnung an Finanzinstitute. FinCEN behauptete, dass iranische Fluggesellschaften Scheinfirmen in verschiedenen Regionen nutzten, um Flugzeuge und Flugzeugteile aus den USA und westlicher Produktion zu beschaffen.

In der Warnung wurde behauptet, es gebe Erkenntnisse darüber, dass in der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten Transportagenturen und Schmuggelnetzwerke genutzt würden, um kontrollierte Güter in den Iran zu bringen. FinCEN forderte Banken auf, Transaktionen zu prüfen, die als mit der Beschaffung von Flugzeugen und Flugzeugteilen für den Iran in Verbindung stehend angesehen werden, und verdächtige Aktivitäten zu melden.

Im Rahmen der Entscheidung werden die Vermögenswerte der auf die Sanktionsliste gesetzten Personen und Organisationen, die sich in den USA befinden oder von US-Bürgern kontrolliert werden, blockiert. Auch Unternehmen, an denen die auf der Liste aufgeführten Personen oder Organisationen direkt oder indirekt zu 50 Prozent oder mehr beteiligt sind, unterliegen den Beschränkungen.

Das US-Finanzministerium teilte zudem mit, dass ausländische Finanzinstitute, die bedeutende Transaktionen im Namen der sanktionierten Unternehmen durchführen, dem Risiko von Sekundärsanktionen ausgesetzt sein könnten.