Venezuela protestiert mit Schließung der Botschaft

Venezuela hat die Schließung seiner Botschaft in Ecuador angekündigt, als Reaktion auf den Überfall der ecuadorianischen Polizei auf die mexikanische Botschaft in Quito.

AA

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro erklärte in einer Mitteilung über seinen Social-Media-Account, dass diese Entscheidung getroffen wurde, um gegen den Überfall auf die mexikanische Botschaft in Quito zu protestieren. 

Maduro äußerte sich wie folgt: "Wir haben die Anweisung gegeben, unsere Botschaft in Ecuador sowie unsere Konsulate in Guayaquil zu schließen. Ich habe das diplomatische Personal angewiesen, unverzüglich nach Venezuela zurückzukehren. Unsere Entscheidung bleibt in Kraft, bis das Völkerrecht in Ecuador wiederhergestellt ist."

Maduro betonte, dass Mexiko in dieser Angelegenheit volle Unterstützung genieße, und fügte hinzu:

"Das mexikanische Volk ist nicht allein. Das venezolanische Volk steht mit seiner gesamten Solidarität und Unterstützung an eurer Seite. Diese Barbarei gegen die Botschaft ist eine Handlung, die niemand verteidigen kann. Venezuela unterstützt nachdrücklich, dass Mexiko diesen Vorfall vor den Internationalen Gerichtshof (IGH) bringt."

WAS WAR PASSIERT?

Die ecuadorianische Polizei hatte am 6. April die mexikanische Botschaft in Quito gestürmt, in der sich der ehemalige ecuadorianische Vizepräsident Jorge Glas seit Dezember 2022 aufgehalten hatte, um ihn festzunehmen.

Der Leiter für politische Angelegenheiten der Botschaft, Roberto Canseco, hatte gegenüber Journalisten erklärt, dass die ecuadorianische Polizei gewaltsam eingedrungen sei und die Mitarbeiter angegriffen habe.

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hatte erklärt, er habe seinen Außenminister angewiesen, rechtliche Schritte einzuleiten, und gesagt: "Dies ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und die Souveränität Mexikos. Ich habe die Anweisung gegeben, die diplomatischen Beziehungen zur Regierung von Ecuador mit sofortiger Wirkung auszusetzen."

Mexiko hatte am 12. April Ecuador, das seine Botschaft in Quito gestürmt hatte, beim IGH angezeigt und die Aussetzung der Aktivitäten dieses Landes bei den Vereinten Nationen (UN) gefordert.