Vereinte Nationen werfen Israel 'Gewissenlosigkeit' vor
Die Vereinten Nationen (UN) erklärten bezüglich der israelischen Bombardierungen der Stadt Chan Yunis im Süden des Gazastreifens: 'Von eingekesselten Menschen zu verlangen, das Gebiet zu räumen, sie dann aber zu bombardieren, ohne ihnen eine Fluchtmöglichkeit zu geben, ist schlichtweg gewissenlos.'
AA
Der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator, Martin Griffiths, teilte über seinen X-Account mit, dass die intensiven Bombardierungen Israels auf Chan Yunis andauern.
Der Untergeneralsekretär erklärte: '(Israels) Forderung an die eingekesselten Menschen, das Gebiet zu räumen, und die anschließende Bombardierung, ohne ihnen eine Fluchtmöglichkeit zu geben, ist schlichtweg gewissenlos.'
Die UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete, Francesca Albanese, wies darauf hin, dass dies nicht nur gewissenlos sei, und betonte: 'Dies ist gleichzeitig ein sehr schweres internationales Verbrechen gemäß dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs.'
Das Gesundheitsministerium in Gaza hatte zuvor bekannt gegeben, dass die israelische Armee das Umfeld zweier Krankenhäuser in der Stadt Chan Yunis im Süden des Gazastreifens ins Visier genommen und die Zufahrtswege zu diesen Kliniken blockiert habe.