Verkauf bei Monopol-Feststellung möglich: Google steht in den USA vor Gericht
Das US-Justizministerium hat Klage gegen Google eingereicht, da das Unternehmen im Werbesektor ein Monopol gebildet haben soll.
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Staatsanwälte des US-Justizministeriums haben Anklage gegen Google erhoben, mit der Begründung, das Unternehmen habe sich auf dem Werbemarkt zu einem Monopol entwickelt. In dem Prozess, der am Montag (9. September) im Bundesstaat Virginia begann, argumentierten die Ankläger, dass Google eine strikte Dominanz auf dem Online-Werbemarkt etabliert habe. Zudem habe das Unternehmen eine Strategie verfolgt, um seine 'Monopolstellung' durch selbst entwickelte sowie zugekaufte Technologien zu festigen und aufrechtzuerhalten.
Gerichtsunterlagen zufolge ermöglicht die Dominanz des Unternehmens bei der Software, die sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite eingesetzt wird, Google, bei der Vermittlung von Handelsbeziehungen zwischen Publishern und Werbetreibenden bis zu 36 Cent pro Dollar zu verdienen.
Die Staatsanwaltschaft behauptet zudem, dass Google den Markt für Werbebörsen kontrolliere, auf dem die Käuferseite mit der Verkäuferseite zusammengebracht wird.
Die Vertreterin des Justizministeriums, Julia Tarver Wood, erklärte in ihrem Eröffnungsplädoyer: '(Googles) Monopol in einem Bereich ist schon schlimm genug. Aber hier liegt eine dreifache Monopolsituation vor.'
Google verteidigt sich mit dem Argument, die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft basiere auf 'veralteten Internet-Methoden'. Das Unternehmen betont, dass Werbetreibende heute eher dazu neigen, Zielgruppen über soziale Medien wie TikTok oder Streaming-Dienste wie Peacock TV zu erreichen.
Die Google-Anwältin Karen Dunn verglich die Klage der Regierung in ihrem Eröffnungsplädoyer mit einer 'Zeitkapsel, die Blackberry, iPod und Blockbuster-Videokarten enthält'.
In dem Hauptprozess zur mutmaßlichen Werbetechnologie-Monopolstellung, der am Montag in der Stadt Alexandria im Bundesstaat Virginia begann, war ursprünglich ein Geschworenenprozess vorgesehen. Google stellte jedoch durch die Zahlung von über 2 Millionen US-Dollar an die Bundesregierung sicher, dass der Fall ohne Geschworene verhandelt wird. Das Hauptverfahren gegen Google setzt sich aus mehreren verschiedenen Klageschriften zusammen.
Sollte Google den Prozess verlieren, könnte dem Unternehmen eine 'erzwungene Zerschlagung' drohen. Dies bedeutet, dass die US-Justizbehörden ein gerichtliches Verfahren einleiten könnten, um den Verkauf und die Aufteilung des Unternehmens in mehrere eigenständige Firmen zu erzwingen.
Der Abschluss des Verfahrens wird in wenigen Wochen erwartet.