Verwirrende Waffenstillstandserklärung von Netanjahu
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, dass der Krieg gegen die Hamas auch im Falle eines vorübergehenden Waffenstillstands im Rahmen eines erwarteten Gefangenenaustauschs fortgesetzt werde.
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Premierminister Netanjahu gab vor einer Kabinettssitzung, bei der über das Gefangenenaustauschabkommen beraten werden sollte, eine Presseerklärung ab.
Netanjahu sagte: „Wir setzen den Krieg fort und werden dies so lange tun, bis alle Ziele erreicht sind.
Wir werden die Hamas vernichten, alle Entführten zurückbringen und garantieren, dass in Gaza kein Element mehr verbleibt, das Israel bedroht."
In Bezug auf das erwartete Gefangenenaustauschabkommen sagte der israelische Premierminister: „Heute Abend steht uns eine schwierige Entscheidung bevor, aber es wird die richtige Entscheidung sein.“
Netanjahu fügte hinzu: „So wie der Krieg phasenweise verläuft, wird auch die Freilassung der Gefangenen phasenweise erfolgen.“
ZUM GEFANGENENAUSTAUSCHABKOMMEN
Die israelische Presse hatte berichtet, dass im Rahmen eines Gefangenenaustauschabkommens zwischen der Hamas und Israel die Freilassung von mindestens 50 israelischen Gefangenen aus Gaza, bestehend aus Frauen und Kindern, im Austausch für einen viertägigen vorübergehenden Waffenstillstand und die Freilassung von mindestens 150 in Israel inhaftierten Palästinensern erwartet werde.
Es wurde behauptet, dass im Rahmen des Abkommens täglich etwa 300 Lastwagen mit humanitärer Hilfe in den Gazastreifen gelangen sollen.
Nach Angaben Israels befinden sich 239 israelische Gefangene in der Hand der Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Flügel der Hamas.