Viertage-Arbeitswoche in Polen als Pilotprojekt gestartet

In Polen ist der Testlauf für eine viertägige Arbeitswoche für Beschäftigte offiziell angelaufen. Im Rahmen des Pilotprojekts sind Mitarbeiter aus verschiedenen Branchen auf das neue Modell umgestiegen.

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Polen hat zum 1. Juli 2025 ein Pilotprojekt zur Einführung der Viertage-Arbeitswoche gestartet. Dabei haben die Beschäftigten die Wahl zwischen einer 32-Stunden-Woche an vier Tagen oder einer 35-Stunden-Woche an fünf Tagen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, das für sie am besten geeignete Modell zu wählen.

Das Testprogramm wird sowohl in öffentlichen Einrichtungen als auch in Unternehmen des Privatsektors umgesetzt. An dem Pilotprojekt beteiligen sich neben dem in Posen ansässigen Kräuterprodukte-Hersteller Herbapol auch die Stadtverwaltungen von Wloclawek, Ostrzeszow, Swiebodzice und Leszno, die auf das neue Modell umgestellt haben.

Ersten Daten zufolge berichten die meisten Beschäftigten von einer höheren Motivation und Produktivität durch die verkürzten Arbeitszeiten. Die Behörden stellen einen spürbaren Rückgang des Stresslevels bei den Mitarbeitern fest. Zudem fällt eine Steigerung der Arbeitsqualität auf.

DAS GEFÜGE IN EUROPA KÖNNTE SICH ÄNDERN

Polen, das zu den EU-Ländern mit den längsten Arbeitszeiten zählt, strebt mit diesem Pilotprojekt an, zu einem Vorreiter für einen grundlegenden Wandel in der Arbeitswelt zu werden. Insbesondere in der Zeit nach der Pandemie wurde häufig über die negativen Auswirkungen langer Arbeitszeiten auf das Privatleben und die Gesundheit diskutiert. Sollte das Pilotprojekt weiterhin positive Ergebnisse liefern, steht eine Ausweitung des neuen Modells auf weitere Sektoren zur Debatte.