Visamauer aus 7 europäischen Ländern gegen die Türkei

Mit der steigenden Nachfrage nach Auslandsreisen während des Opferfestes (Kurban Bayramı) erreichen die Ablehnungsquoten für Visaanträge aus der Türkei in europäische Länder Rekordwerte. An den Zollstellen der bei türkischen Touristen beliebten griechischen Inseln kommt es zudem zu langen Warteschlangen und stundenlangen Wartezeiten.

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Viele türkische Staatsbürger, die planten, die neuntägige Ferienzeit während des Opferfestes im Ausland zu verbringen, sahen sich bei der Beantragung eines Schengen-Visums mit größeren Schwierigkeiten als je zuvor konfrontiert. Sieben europäische Länder haben bei Anträgen aus der Türkei mit Ablehnungsquoten zwischen 20 und 35 Prozent ein neues Rekordniveau erreicht. Aufgrund der in den letzten Jahren systematisch gestiegenen Ablehnungsbescheide bei Visaanträgen sehen sich Tausende türkische Urlauber gezwungen, auf alternative Routen auszuweichen.

Die griechischen Inseln, die aufgrund wirtschaftlicher Gründe und ihrer Nähe zur Türkei immer beliebter wurden, entwickelten sich an diesem Feiertag für türkische Familien jedoch regelrecht zur Qual. Die strengen Kontrollen am Zoll und das hohe Passagieraufkommen führten dazu, dass man auf einer Strecke, die normalerweise in 45 Minuten bewältigt wird, stundenlang warten musste. Unter den Urlaubern war häufig die Klage zu hören: „Wir sind in 45 Minuten angekommen, aber wir kommen seit 6 Stunden nicht zurück.“ Es wurde berichtet, dass die Warteschlangen zeitweise eine Länge von über 1 Kilometer erreichten.

Die Entscheidung, das Opferfest im Ausland zu verbringen, rückte angesichts der anhaltend hohen Inflation im Land sowie der steigenden Hotel- und Reisekosten im Inland stärker in den Fokus. Die Länder des Schengen-Raums begannen jedoch, die Zunahme der Anträge mit verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Gründen zu rechtfertigen und die Ablehnungsbescheide zu erhöhen.

Reisen zu den griechischen Inseln, die bei türkischen Touristen ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen, führten während der Feiertage aufgrund sowohl der schleppenden Visaprozesse als auch der Praktiken an den Grenzübergängen zu ernsthaften Problemen.

Während Antragsteller beklagen, dass „die Beantragung eines Visums für Schengen-Länder sowohl zeitlich als auch finanziell zu einer Belastung geworden ist“, sind sich Experten einig, dass diese Ablehnungsquoten auch in der kommenden Zeit hoch bleiben werden. Es wird berichtet, dass die europäischen Staaten dazu neigen, Visaanträge türkischer Staatsbürger weiterhin negativ zu bescheiden, wobei sie sich auf zahlreiche Faktoren, allen voran politische Spannungen, berufen.

Die steigenden Ablehnungsquoten erschweren die Reisebeziehungen zwischen der Türkei und Europa weiterhin.