Visum-Entscheidung der USA betrifft die ganze Welt: Anträge ausgesetzt

Das US-Außenministerium hat die Bearbeitung von Einwanderungsvisum-Anträgen, die zur Green Card führen, weltweit aufgrund von Konsularschulungen gestoppt.

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Wie berichtet wurde, hat das US-Außenministerium alle Einwanderungsvisum-Anträge weltweit ausgesetzt. Laut einem Bericht von The Guardian bestätigte ein Beamter des Außenministeriums die Maßnahme am Dienstag und erklärte, dass sie Anfang August an allen Botschaften und Konsulaten eingeleitet wurde.

Es wurde mitgeteilt, dass die Entscheidung eine Neuplanung von Visumterminen aufgrund einer „umfassenden Schulung“ für Konsularbeamte beinhaltet. Wie die Financial Times berichtet, erhielten Antragsteller, deren Gesprächstermine bereits feststanden, E-Mails mit der Information, dass ihre Termine storniert wurden und neue Daten zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt würden.

Der Beamte des Außenministeriums erklärte, dass seit Jahresbeginn an aktualisierten Richtlinien und Schulungen gearbeitet werde. Ziel sei es, „sicherzustellen, dass alle Konsularbeamten jeden Visumantrag umfassend und konsistent bewerten können“.

Die Aussetzung betrifft Einwanderungsvisa, die zum dauerhaften Aufenthaltsrecht, also zur Green Card, führen. Nicht-Einwanderungsvisa wie Touristen-, Studenten- und Arbeitsvisa seien von der Maßnahme nicht direkt betroffen, hieß es.

Die Anwendung wird als Teil der umfassenderen restriktiven Schritte der Trump-Regierung sowohl gegen legale als auch gegen illegale Einwanderung bewertet. Die Entscheidung fiel nur wenige Tage, nachdem eine frühere Regelung der Regierung, die mit ähnlichen Begründungen eingeführt worden war, von einem Bundesgericht aufgehoben wurde.

Das US-Außenministerium hatte im Januar die Erteilung von Einwanderungsvisa für Staatsbürger aus 75 Ländern auf unbestimmte Zeit gestoppt. Das Ministerium hatte argumentiert, dass bei Personen aus diesen Ländern das Risiko bestehe, dass sie in den USA von staatlicher Unterstützung abhängig werden und somit, juristisch ausgedrückt, eine „öffentliche Last“ darstellen könnten.

Es wurde zudem berichtet, dass das Ministerium gemeinsam mit dem Heimatschutzministerium an einer separaten Regelung für Asylsuchende arbeitet. Laut Dokumenten, die der Associated Press vorliegen, könnten B1- und B2-Kurzzeitbesuchervisa, die zwischen 2016 und 2026 ausgestellt wurden, widerrufen werden, falls die Inhaber in den USA einen Asylantrag stellen.