Volkszählung im Kosovo findet statt
Im Balkanstaat Kosovo hat die Volks-, Haushalts- und Wohnungszählung begonnen, die bis zum 17. Mai andauern wird.
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Die Statistikbehörde des Kosovo (ASK) führt den Zensus vom 5. April bis zum 17. Mai mit der Unterstützung von rund 4.000 Registrierungsbeamten durch. Für den Prozess wurden von der kosovarischen Regierung und internationalen Organisationen Mittel in Höhe von 12 Millionen Euro bereitgestellt.
Es wird erwartet, dass die Zählung erstmals auch die Gemeinden im Norden des Kosovo umfasst, in denen mehrheitlich Serben leben.
Während kosovarische Behörden die Serben in der Region dazu aufriefen, sich an der Zählung zu beteiligen, sprachen sich Vertreter der Kosovo-Serben für einen Boykott des Prozesses aus.
STRAFE FESTGELEGT
Wer sich weigert, an der Volkszählung teilzunehmen, muss mit einer Geldstrafe zwischen 30 und 2.000 Euro rechnen.
Die ASK wird die ersten inoffiziellen Ergebnisse der Volkszählung in drei Monaten bekannt geben. Zudem wird im Rahmen des Prozesses ein Gewinnspiel veranstaltet, bei dem der Bürger, der die genaueste Schätzung zur Bevölkerungszahl abgibt, einen Preis von 10.000 Euro erhält.
Darüber hinaus wird es den Bürgern bei dieser Zählung erstmals ermöglicht, Schäden anzugeben, die durch den Kosovokrieg in den Jahren 1998-1999 entstanden sind.
Die letzte Volkszählung im Kosovo fand im Jahr 2011 statt. Die für 2021 geplante Zählung wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 2023 verschoben. Nachdem sie 2023 aufgrund unvollständiger Vorbereitungen zweimal verschoben worden war, wurde beschlossen, die Zählung vom 5. April bis zum 17. Mai 2024 durchzuführen.
MEHR ALS 18 TAUSEND TÜRKEN LEBEN IM LAND
Den Ergebnissen der Volkszählung von 2011 zufolge leben im Kosovo 1.739.825 Menschen. Albaner machen 92,9 Prozent der Bevölkerung aus, wobei dieser Anteil die Serben im Norden des Landes, die die letzte Volkszählung boykottiert hatten, nicht umfasst.
Der letzten Zählung zufolge leben 18.738 Türken im Land.