Vom Parlament verabschiedet: Kopftuchverbot in Tadschikistan
Der tadschikische Präsident Emomalij Rahmon hat den Gesetzentwurf gebilligt, der das Tragen von Hijabs, Kopftüchern und allen anderen islamischen Symbolen verbietet, die als fremd für die Kultur des Landes angesehen werden.
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Im mehrheitlich muslimischen Tadschikistan hat das Oberhaus des Parlaments, die Nationalversammlung, am 19. Juni den Gesetzentwurf zur Einführung eines Kopftuchverbots gebilligt. Im Rahmen des Gesetzes wurde zudem Kindern untersagt, das Ramadan- und das Opferfest zu feiern.
Der Gesetzentwurf, der am 8. Juni vom Unterhaus des Parlaments, der Repräsentantenversammlung, angenommen wurde, trat gestern nach der Unterzeichnung durch den tadschikischen Präsidenten Emomalij Rahmon in Kraft.
GELDSTRAFEN WERDEN VERHÄNGT
Das Gesetz verbietet "das Tragen, den Import, den Verkauf und die Werbung für Kleidung, die fremden Kulturen angehört und nicht der tadschikischen Kultur entspricht, zum Schutz nationaler Werte".
Bei Nichteinhaltung des Gesetzes drohen Einzelpersonen Geldstrafen von bis zu 740 Dollar, Institutionen bis zu 5.400 Dollar, Regierungsbeamten bis zu 3.700 Dollar und religiösen Autoritäten etwa 5.060 Dollar.
DE-FACTO-VERBOT AN SCHULEN
Im Land ist das Kopftuch in staatlichen Einrichtungen und an Schulen bereits seit Langem de facto verboten.
Neben diesem Verbot ist es Männern zudem nicht gestattet, sich einen Bart wachsen zu lassen.