Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche tritt zurück
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hat nach Vorwürfen der Vertuschung eines Falls von sexuellem Missbrauch ihren Rücktritt erklärt.
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Es wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Siegen gegen einen ehemaligen Kirchenmitarbeiter wegen eines Falls von sexuellem Missbrauch in den 1990er Jahren im Raum Siegen ermittelt und dabei auch prüft, ob Kurschus, die damals in derselben Kirche tätig war, diesen Fall vertuscht hat.
In einer Erklärung gegenüber Journalisten wies Kurschus die in der deutschen Presse gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück und sagte: "Ich lege meine beiden kirchlichen Leitungsämter nieder."
Kurschus, die geltend machte, erst kürzlich von den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und den Vorwürfen erfahren zu haben, erklärte: "Ich hatte zuvor keinerlei Kenntnis von den sexuellen Übergriffen der Person, gegen die Anzeige erstattet wurde."
Der Druck auf die EKD, die rund 20 Millionen evangelische Christen vertritt, war massiv gestiegen, und EKD-Vertreter hatten bereits auf Distanz zu Kurschus reagiert.