Vorstoß zur gleichgeschlechtlichen Ehe in Griechenland: Gesetzentwurf wird dem Parlament vorgelegt

Der griechische Ministerpräsident Mitsotakis kündigte an, dass ein Gesetz zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe bald dem Parlament vorgelegt wird. Er stellte jedoch klar, dass gleichgeschlechtliche Paare im Rahmen dieses Gesetzes nicht das Recht erhalten werden, durch Leihmutterschaft Eltern zu werden.

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Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender ERT: „In Europa haben 20 Länder die Ehe für alle bereits gesetzlich verankert. Wir erfinden das Rad nicht neu.“

VORLAGE IM PARLAMENT

Mitsotakis betonte, dass der Gesetzentwurf die bereits vorhandenen Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern schützen werde, einschließlich adoptierter Kinder oder solcher, die durch Leihmutterschaft im Ausland geboren wurden. Er fügte hinzu: „Gleichgeschlechtliche Paare haben bereits Kinder, aber sie genießen nicht die gleichen Rechte. Wenn zum Beispiel die Mutter stirbt, hat der Partner keinerlei rechtliche Handhabe gegenüber dem Kind.“

Wann genau der Entwurf dem Parlament vorgelegt wird, ist noch unklar. Der Prozess soll jedoch nicht allzu lange dauern. Auf die Frage nach den Unterschieden zwischen dem Regierungsvorschlag und dem Entwurf der größten Oppositionspartei SYRIZA erklärte Mitsotakis, dass das Recht auf assistierte Reproduktion durch Leihmutterschaft aus dem Gesetzentwurf gestrichen werde. „Die Vorstellung, dass Frauen zu Maschinen degradiert werden, die auf Bestellung Kinder produzieren – so etwas wird es nicht geben“, sagte Mitsotakis und kündigte an, dass es keine Änderungen am bestehenden Elternschaftsrecht geben werde.