Vorwürfe über Flüchtlingsdeal für Tony Blair zurückgewiesen

Der israelische Fernsehsender Kanal 12 behauptete, Israel plane, den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair als Vermittler einzusetzen, um "westliche Länder davon zu überzeugen, palästinensische Flüchtlinge aus dem Gazastreifen nach Kriegsende aufzunehmen". Quellen aus dem Umfeld von Blair wiesen die Vorwürfe zurück.

AA

Der israelische Fernsehsender Kanal 12 behauptete, Israel plane, den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair als Vermittler einzusetzen, um "westliche Länder davon zu überzeugen, palästinensische Flüchtlinge aus dem Gazastreifen nach Kriegsende aufzunehmen".

In dem Bericht von Kanal 12 wurde behauptet, dass Blair letzte Woche einen geheimen Besuch in Israel abgestattet habe und geheime Treffen mit Premierminister Benjamin Netanjahu sowie dem Mitglied des Kriegskabinetts Benny Gantz abgehalten habe, um dieses Thema zu erörtern.

In dem Bericht wurde zudem behauptet, dass bei den Gesprächen von Blair die Idee aufgekommen sei, dass Blair zwischen Israel und westlichen Ländern bezüglich der aus dem Gazastreifen vertriebenen Palästinenser vermitteln solle.

DEMENTI FOLGT

Andererseits wies eine Blair nahestehende Quelle in einer Erklärung gegenüber der Zeitung Jerusalem Post die Informationen im Bericht von Kanal 12 zurück.

Die Quelle erklärte, dass die Behauptungen, Blair habe eine Verbindung zur Vertreibung von Palästinensern, unbegründet seien, und betonte, dass eine solche Diskussion niemals stattgefunden habe und Blair einen solchen Vorschlag niemals erörtern würde.

Bereits am 14. November 2023 wurde in den israelischen Medien behauptet, dass der ehemalige britische Premierminister Blair als "humanitärer Koordinator für Gaza" eingesetzt werden solle, was damals ebenfalls dementiert wurde.