Vorwürfe wegen Waffenruhe-Verletzungen zwischen Russland und der Ukraine
Die Regierungen Russlands und der Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, die anlässlich des in Russland gefeierten Tags des Sieges am 9. Mai ausgerufene dreitägige Waffenruhe verletzt zu haben.
Am ersten Tag der zwischen Russland und der Ukraine vereinbarten vorübergehenden Waffenruhe haben sich die Parteien gegenseitig beschuldigt, die Waffenruhe gebrochen zu haben.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai, der in Russland anlässlich des Jahrestages des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg begangen wird, kam es zu gegenseitigen Vorwürfen wegen Verstößen gegen die ausgerufene Waffenruhe.
In einer Erklärung des ukrainischen Generalstabs zu der auf Aufruf von US-Präsident Donald Trump für den 9., 10. und 11. Mai vereinbarten dreitägigen Waffenruhe hieß es: "Seit den frühen Morgenstunden hat die Zahl der Waffenruhe-Verletzungen durch die Angreifer 51 erreicht."
Das russische Verteidigungsministerium erklärte hingegen: "Trotz der Ausrufung der Waffenruhe haben ukrainische Streitkräfte Drohnen- und Artillerieangriffe auf unsere Stellungen verübt."
Zwischen Russland und der Ukraine war bereits anlässlich des in der christlichen Welt gefeierten Osterfestes vom 11. bis 12. April eine Waffenruhe vereinbart worden. Die Parteien hatten sich damals gegenseitig beschuldigt, die Waffenruhe in diesem Zeitraum etwa 2.000 Mal verletzt zu haben.