Vorwurf: 'Krebserregende Stoffe in Babypuder'

Das US-Unternehmen Johnson & Johnson wurde in Großbritannien von mehr als 3.000 Personen verklagt, weil in seinem Babypuder angeblich krebserregendes Asbest enthalten sein soll.

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Berichten britischer Medien zufolge wirft eine von KP Law eingereichte Klage Johnson & Johnson sowie dem 2023 abgespaltenen Unternehmen Kenvue UK vor, zwischen 1965 und 2023 Produkte verkauft zu haben, die Eierstockkrebs und Mesotheliom (Lungenfellkrebs) verursacht haben sollen.

Die Kläger haben vor dem Londoner High Court Klage eingereicht und behaupten, das Unternehmen habe wissentlich mit Asbest verunreinigtes Talkumpuder verkauft, was zu Krebserkrankungen geführt habe.

Den Klägern zufolge enthielt das Babypuder von Johnson & Johnson krebserregende Fasern, einschließlich Asbest, und das Unternehmen habe dieses Risiko über Jahrzehnte hinweg vor den Verbrauchern verheimlicht.

Das Unternehmen wurde erst letzte Woche in Kalifornien dazu verurteilt, der Familie einer Frau, die an einem Mesotheliom verstorben war, 966 Millionen Dollar zu zahlen. Dies gilt als eines der höchsten jemals gegen das Unternehmen verhängten Schadenersatzurteile.