Waffenruhe reicht nicht aus: Explosionsgeräusche im Gazastreifen
Nach der Waffenruhe im Gazastreifen sind die Gewalttätigkeiten erneut aufgeflammt. Israelische Luftangriffe und Hinrichtungen von Kollaborateuren durch die Hamas haben die Spannungen in der Region verschärft.
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Trotz der Waffenruhe, die am 10. Oktober unter Vermittlung der USA, der Türkei, Ägyptens und Katars in Kraft getreten war, sind die Kämpfe im Gazastreifen wieder ausgebrochen. Die israelische Armee führte Luftangriffe auf die Gebiete Schudscha'ija im Norden und Chan Yunis im Süden des Gazastreifens durch.
Bei diesen Angriffen kamen mindestens 6 Menschen ums Leben. Die Hamas beschuldigte Israel, die Waffenruhe verletzt zu haben.
Bei einem Drohnenangriff auf die Stadt al-Fahari südlich von Chan Yunis verlor ein Palästinenser sein Leben. Die israelische Armee erklärte, sie habe das Feuer auf Verdächtige eröffnet, die im Norden des Gazastreifens die gelbe Linie überschritten hätten. Die Hamas hingegen bezeichnete diese Angriffe als einen klaren Bruch der Waffenruhe.
Die Explosionsgeräusche aus dem Osten des Gazastreifens stammten aus Zusammenstößen, die sich während Razzien der Hamas gegen mutmaßliche israelische Kollaborateure ereigneten. In den sozialen Medien verbreiteten sich Aufnahmen von öffentlichen Hinrichtungen, die während dieser Razzien stattfanden. Hamas-Vertreter argumentierten, dass es sich bei diesen Personen um gesuchte Individuen gehandelt habe, die sich geweigert hätten, sich zu ergeben.
Die Hamas hat nach der Waffenruhe ihre Kämpfer wieder in den Straßen des Gazastreifens positioniert. Sie verhält sich jedoch vorsichtig angesichts der Möglichkeit eines Zusammenbruchs der Waffenruhe. Bei den Kämpfen kamen 6 Mitglieder der Hamas ums Leben.
US-Präsident Donald Trump deutete in einer Erklärung vor seinem Aufbruch in den Nahen Osten an, dass der Hamas die Aufgabe übertragen wurde, vorübergehend für die Sicherheitsordnung zu sorgen. Trump sagte: "Sie wollen wirklich, dass die Probleme aufhören, und sie sind diesbezüglich aufgeschlossen."
GAZA-PLAN UND FRIEDENSGIPFEL
Der Plan, den Trump im vergangenen Monat bekannt gab und auf den sich die Hamas und Israel geeinigt haben, sieht die Übergabe der Verwaltung im Gazastreifen sowie die Entmilitarisierung der Region vor. Der Plan beinhaltet zudem die Bildung einer internationalen Mission zur Ausbildung und Unterstützung palästinensischer Sicherheitskräfte.
Der unter dem Vorsitz des ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah as-Sisi und Trump abgehaltene Friedensgipfel fand am 13. Oktober im ägyptischen Scharm asch-Schaich statt. Auf dem Gipfel wurde der Plan zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen begrüßt. Das Waffenstillstandsabkommen trat nach dem Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen in Kraft.