War auch in der Türkei ein Thema... In Islamabad beginnt die Ära der „pinken Busse“

Die Idee der „pinken Busse“, die nur von Frauen genutzt werden dürfen und die auch in der Türkei gelegentlich zur Diskussion standen, wird nun in Pakistan umgesetzt. Wie mitgeteilt wurde, soll das Projekt in der ersten Phase vor allem der Sicherheit von Schülerinnen und Lehrerinnen dienen.

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In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad werden unter dem Motto „Furchtlos und ungehindert“ pinkfarbene öffentliche Busse eingeführt, die ausschließlich für Frauen bestimmt sind.

Wie das pakistanische Bildungsministerium gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa erklärte, wurde dieses Projekt ins Leben gerufen, um Lehrerinnen und Schülerinnen, die in Dörfern und Kleinstädten nahe der Stadt leben, sicher nach Islamabad und zurück zu befördern; die Busse stehen jedoch allen Frauen zur Verfügung. Die Fahrten, die am kommenden Mittwoch beginnen, sollen kostenlos sein.

Ein Sprecher des Bildungsministeriums wies darauf hin, dass die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr und insbesondere die Vorfälle von Belästigungen in öffentlichen Verkehrsmitteln in ländlichen Gebieten viele Mädchen und junge Frauen davon abhalten, zur Schule zu gehen.

Der Sprecher erklärte, dass es im Zentrum von Islamabad bereits Schulbusse gebe, die Mädchen kostenlos zur Schule brächten, diese jedoch nicht in die Außenbezirke führen, weshalb man sich für die neue Maßnahme entschieden habe. Der Sprecher betonte, das Ministerium hoffe, dass „viele Mädchen zur Schule zurückkehren“.

PROJEKT STARTETE LETZTES JAHR IN KARACHI

In Pakistan kommt es in öffentlichen Bussen häufig zu Fällen von Belästigungen gegenüber Frauen. Die Einführung pinker Busse begann im Land erstmals im vergangenen Jahr in der Hafenstadt Karachi. Das Projekt in Karachi konzentriert sich jedoch nicht speziell auf Schülerinnen, sondern auf alle Frauen in der rund 15 Millionen Einwohner zählenden Stadt.

Um Belästigungen von Frauen entgegenzuwirken, wurden in den U-Bahnen vieler Großstädte auch spezielle Waggons für Frauen eingeführt, wobei jedoch berichtet wird, dass diese oft auch von Männern genutzt werden.

WAR AUCH IN DER TÜRKEI EIN THEMA

Die Idee der „pinken Busse“ war in den letzten Jahren auch in der Türkei gelegentlich Gegenstand von Diskussionen. Der Vorschlag stieß insbesondere in den sozialen Medien auf breite Ablehnung, und der Verein der Republikanischen Frauen (Cumhuriyet Kadınları Derneği) hielt eine Pressekonferenz ab, um sich gegen diese Praxis auszusprechen.