Warnung der israelischen Armee nach Waffenruhe im Gazastreifen
Die israelische Armee hat die Palästinenser im Gazastreifen davor gewarnt, sich nach Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens morgen früh um 08:30 Uhr Ortszeit vom Süden in den Norden des Gebiets zu bewegen.
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Armeesprecher Avichay Adraee erklärte in einer Stellungnahme über seinen Social-Media-Account, man wolle einige Punkte klarstellen, um Reibungen und Missverständnisse zu vermeiden; die Armee ziele darauf ab, die Umsetzung aller Details des Abkommens sicherzustellen.
Adraee erklärte, dass die israelische Armee gemäß dem Abkommen weiterhin in bestimmten Gebieten des Gazastreifens präsent sein werde, und warnte davor, sich den israelischen Streitkräften in der Region bis auf Weiteres zu nähern.
Adraee äußerte: "Angesichts der Aktivitäten der israelischen Armee in der Region besteht weiterhin die Gefahr, sich vom Süden des Gazastreifens in den Norden oder in Richtung des Netzarim-Korridors (zwischen dem Süden und Norden des Gazastreifens) zu bewegen. Sobald diese Bewegung gestattet wird, werden eine Erklärung und Anweisungen zu sicheren Transportmethoden veröffentlicht."
Adraee teilte zudem mit, dass es gefährlich sei, sich im Süden des Gazastreifens dem Grenzgebiet von Rafah, dem Philadelphia-Korridor (an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten) sowie den Gebieten zu nähern, in denen sich die israelische Armee konzentriert. Er betonte zudem, dass im gesamten Küstenbereich des Gazastreifens eine große Gefahr für das Fischen, Schwimmen und Tauchen bestehe.
Abschließend merkte Adraee an, dass das Annähern an Gebiete und Pufferzonen, die von Israel kontrolliert werden, verboten und äußerst gefährlich sei.
WAFFENRUHE UND GEISELAUSTAUSCH
Katar, eines der vermittelnden Länder, gab am 15. Januar bekannt, dass zwischen Israel und der Hamas eine Einigung über eine Waffenruhe und einen Geiselaustausch im Gazastreifen erzielt wurde.
In den ersten 42 Tagen des Waffenstillstandsabkommens, das am Sonntag, dem 19. Januar, in Kraft tritt und aus drei Phasen besteht, sollen 33 israelische Geiseln freigelassen werden.
Das Abkommen umfasst neben der umfassenden humanitären Hilfe für den Gazastreifen auch die Rückkehr der vertriebenen Palästinenser in ihre Gebiete.
Die Details der zweiten und dritten Phase werden nach Abschluss der ersten Phase bekannt gegeben.