Was passiert in Syrien? Vorwürfe über Aleviten-Massaker und verschwundene Professoren: Was besagt der Bericht der Menschenrechtsbeobachtungsstelle?
Es wird behauptet, dass in Syrien ein 'Massaker' an Aleviten verübt wurde. Während die neue Regierung in Damaskus zu den Vorwürfen schweigt, wurde berichtet, dass 'unkontrollierte Gruppen' einige Professoren, die an Universitäten unterrichteten, 'verschleppt' haben.
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Der Anführer der neuen syrischen Regierung, die unter der Führung der HTS gebildet wurde, Ahmed al-Shara, hat gegenüber der Presse keine Stellungnahme zu den vermissten Personen abgegeben. Die neue Regierung wies die Vorwürfe einer 'systematischen' Tötung von Aleviten zurück und bezeichnete die Vorfälle als 'Einzelfälle'.
Nach dem Sturz der Assad-Diktatur hält das Chaos in Syrien an. Nationale und internationale Medienquellen berichteten, dass die dschihadistischen Gruppen in Syrien, deren Verbindungen zu Al-Qaida in der Vergangenheit aufgedeckt wurden, 'gezielt' Aleviten und syrische Intellektuelle ins Visier nehmen.
Den Berichten zufolge wurden Professoren, die an Universitäten unterrichteten, aus den Schulen abgeholt und verschleppt. Während die HTS über keine 'offizielle' Sicherheitsbehörde verfügt, ist das Schicksal der aus den Hörsälen verschleppten Dozenten unbekannt.
Die Vorwürfe kamen kurz nach dem Sturz Assads am 8. Dezember 2024 auf. Über einige Social-Media-Konten wurden Aufnahmen mit unklarer Herkunft verbreitet. In den geteilten Videos war zu sehen, wie Professoren während ihrer Vorlesungen von bewaffneten Personen in Militäruniformen gewaltsam festgehalten, in Fahrzeuge gezwungen und abtransportiert wurden.
Fehim Taştekin von Gazete Duvar berichtete, dass die dschihadistischen Gruppen in Syrien ein 'systematisches Massaker' an Aleviten verüben. Laut Taştekins Ausführungen wurden alevitische Geistliche, alevitische Dorfbewohner und Personen, denen vorgeworfen wurde, während der Assad-Ära 'Verbrechen begangen' zu haben, entführt. Von einigen der Entführten wurden die Leichen an Straßenrändern gefunden. Taştekin gab in seinem Bericht zudem an, dass Ärzte, Akademiker und Künstler entführt wurden.
Der Präsident der neuen syrischen Regierung, Ahmed al-Shara
MASSAKER-BERICHT EINER UNABHÄNGIGEN ORGANISATION
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Vermisstenfälle. Andererseits wurde in Berichten festgehalten, dass die Angriffe auf Aleviten anhalten. HTS-Vertreter erklärten, dass die Täter der Vorfälle nicht bekannt seien.
Darüber hinaus wurde behauptet, dass bei einer Operation, die von der Militäroperationsverwaltung der HTS in Homs 'gegen Elemente des alten Regimes' durchgeführt wurde, ein 'Massaker' verübt wurde. Laut dem Bericht der Menschenrechtsbeobachtungsstelle griffen HTS-Mitglieder, die am 13. Januar einige Dörfer in Homs stürmten, Aleviten und Schiiten an. Nach Angaben der Beobachtungsstelle kamen bei den Angriffen mindestens 35 Menschen ums Leben.
Die Assad-Regierung hatte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte zuvor beschuldigt, 'oppositionsnahen Gruppen nahezustehen'.