Weiterer Häftling in den USA mit Stickstoffgas hingerichtet: 'Grausam, schmerzhaft und qualvoll'
In den USA wird die Methode der Hinrichtung durch Stickstoffgas weiterhin angewandt. Die Methode sorgt für Kontroversen, da sie den Hingerichteten 'Schmerzen zufüge'.
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In den USA wurde der Häftling Alan Eugene Miller als zweite Person mit der umstrittenen Hinrichtungsmethode, bekannt als 'Stickstoff-Hypoxie', hingerichtet. Die Methode steht in der Kritik, da Häftlinge während der Vollstreckung 'Folter' ausgesetzt seien.
Der 59-jährige Miller wurde gestern Nacht auf eine Trage geschnallt und durch Stickstoffgas, das ihm über eine Gesichtsmaske zugeführt wurde, hingerichtet.
Einem Reporter, der der Hinrichtung mit Stickstoffgas beiwohnen durfte, zufolge zitterte und bebte Miller etwa zwei Minuten lang auf der Trage. Zudem hatte Miller vor seinem Tod etwa sechs Minuten lang Atemprobleme.
Miller, der bis zum letzten Moment seine Unschuld beteuerte, sagte in seinen letzten Worten hinter der Maske: 'Ich habe nichts getan, um hier zu sein.' Miller war wegen des Mordes an drei Personen verurteilt worden.
Alan Eugene Miller, Quelle: Alabama Department of Corrections
IST DIE HINRICHTUNG MIT STICKSTOFFGAS FOLTER?
Bei dieser Hinrichtungsmethode, die in Alabama zum zweiten Mal angewandt wurde, wird der Häftling gezwungen, Stickstoffgas einzuatmen, bis der gesamte Sauerstoff im Körper aufgebraucht ist.
Experten bezeichnen die Methode als 'grausam, schmerzhaft und qualvoll', während die Vereinten Nationen (UN) diese Form der Hinrichtung als 'nichts anderes als staatlich sanktionierte Folter' beschreiben.
Miller war im Jahr 2000 wegen des Mordes an drei Personen im Jahr 1999 zum Tode verurteilt worden.
In Alabama war bereits am 25. Januar ein anderer Häftling erstmals mit derselben Methode hingerichtet worden.
Alabama ist der einzige Bundesstaat in den USA, der Stickstoff-Hypoxie für die Todesstrafe einsetzt. In den Bundesstaaten Louisiana, Oklahoma und Mississippi ist die Hinrichtung mit Stickstoffgas zwar gesetzlich erlaubt, wurde jedoch noch nicht bei Hinrichtungen angewandt.