Welternährungsprogramm: Bevölkerung steht vor dem Hungertod

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen (UN) hat mitgeteilt, dass die Bevölkerung im Gazastreifen weit verbreitetem Hunger ausgesetzt ist.

AA

In einer schriftlichen Erklärung des in Rom ansässigen WFP zur Lage in der Region heißt es: „Seit Beginn des Konflikts konnten nur 10 Prozent der benötigten Lebensmittelvorräte in den Gazastreifen gelangen.“

Wie die Nachrichtenagentur AA berichtet, wurde in der Erklärung weiter ausgeführt: „Der Gazastreifen ist nun mit einem massiven Nahrungsmitteldefizit und weit verbreitetem Hunger konfrontiert. Fast die gesamte Bevölkerung ist verzweifelt auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.“

Die Exekutivdirektorin des WFP, Cindy McCain, äußerte sich in der Erklärung wie folgt:

„Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser im Gazastreifen ist nahezu zum Erliegen gekommen, und nur ein winziger Bruchteil des Bedarfs erreicht die Grenzen. Angesichts des schnell nahenden Winters, der unsicheren, überfüllten Unterkünfte und des Mangels an sauberem Wasser droht den Zivilisten der Hungertod.“

In der Erklärung wurde zudem darauf hingewiesen, dass der Treibstoffmangel im Gazastreifen zu einem gravierenden Stillstand der Brotproduktion in allen 130 Bäckereien geführt habe. Zudem beeinträchtige das Treibstoffproblem die Verteilung von humanitärer Hilfe, einschließlich der Nahrungsmittelhilfe, erheblich.