Wettrüsten bei Atomwaffen weltweit beschleunigt: 'Globale Sicherheit in Gefahr'
Aufgrund von Sorgen vor einem Dritten Weltkrieg haben Länder wie China, Pakistan, Indien, Israel und Nordkorea ihre Atomwaffenbestände aufgestockt. Das globale nukleare Arsenal hat 12.121 Sprengköpfe erreicht.
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Die weltweit zunehmenden Spannungen und die Angst vor einem Dritten Weltkrieg haben dazu geführt, dass viele Länder ihre Atomwaffenbestände aufgestockt haben. Laut einem Bericht der Federation of American Scientists (FAS) aus dem Jahr 2024 haben China, Pakistan, Indien, Israel und Nordkorea ihre Bestände an nuklearen Sprengköpfen in den letzten 40 Jahren um mehr als 700 erhöht.
Im Bericht der FAS wird darauf hingewiesen, dass weltweit in neun Ländern insgesamt 12.121 nukleare Sprengköpfe vorhanden sind. Etwa 88 Prozent dieser Bestände werden von Russland und den USA kontrolliert. Die FAS verzeichnete für das Jahr 2024 5580 nukleare Sprengköpfe für Russland und 5044 für die USA.
Die nuklearen Arsenale der anderen Länder gliedern sich wie folgt: China (500), Frankreich (290), Indien (172), Pakistan (170), Großbritannien (225), Israel (90) und Nordkorea (50). Die FAS erklärte, dass der weitere Anstieg der aktuellen Bestände angesichts der laufenden internationalen Krisen eine 'sehr ernste Sicherheitsbedrohung' für die gesamte Welt darstelle.
Zu den Ländern, die ihre Atomwaffenbestände seit 1986 am stärksten erhöht haben, gehören China, Pakistan, Indien, Israel und Nordkorea. Die Anzahl der Sprengköpfe Chinas stieg von 224 auf 500, die Pakistans von null auf 170. Indiens Bestand wuchs von null auf 172, der Israels von 44 auf 90 und der Nordkoreas von null auf 50.
DIE BESTÄNDE DER USA UND RUSSLANDS
Russland und die USA hielten den Großteil der Atomwaffen weltweit. Beide Länder haben jedoch den Austausch von Daten über strategische Sprengköpfe und Trägersysteme eingestellt, der im Rahmen des New-START-Vertrags erforderlich war. Dieser Vertrag zielte darauf ab, die Sicherheit der USA durch eine Begrenzung interkontinentaler Atomwaffen zu erhöhen.
Laut dem FAS-Bericht befinden sich etwa 9585 der weltweit 12.121 nuklearen Sprengköpfe in militärischen Beständen. Diese Waffen sind bereit, von Schiffen, U-Booten oder Flugzeugen abgefeuert zu werden. Die restlichen 2536 Sprengköpfe sind außer Dienst gestellt und warten auf ihre Demontage.
'DIE MENSCHHEIT KÖNNTE AUSGELÖSCHT WERDEN'
Ein Team der Michigan Tech legte 2018 in einer Studie nahe, dass die Detonation von nur 100 Atomraketen die 'Gesellschaft' 'effektiv' zerstören könnte. Das Team, das sich mit den Risiken von Atomwaffen befasst, betonte, dass die 'soziokulturelle Struktur' zusammenbrechen würde, sollte die nukleare Bedrohung Realität werden.
Gegenüber der Daily Mail bewertete Professor Joshua Pearce von der Michigan Tech den FAS-Bericht und wies auf die verheerenden Auswirkungen von Atomwaffen hin, wobei er folgende Aussagen machte:
''Wenn 1000 nukleare Sprengköpfe eingesetzt würden, könnten selbst ohne Vergeltungsschlag aufgrund der Nachwirkungen 50-mal so viele Menschen ihr Leben verlieren wie am 11. September.''
US-Präsident Donald Trump sandte einen Brief an den religiösen Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, in dem er mitteilte, dass er ein Abkommen über Atomwaffen schließen wolle. Die USA behaupten, dass der Iran, der offiziell keine Atomwaffen besitzt, ein geheimes Atomprogramm unterhält. Trump rief auch Russland und China dazu auf, das Wettrüsten zu stoppen.
NUKLEARE ARSENALE ERWEITERN SICH
In den 1990er Jahren, mit dem Ende des Kalten Krieges und der Unterzeichnung von Rüstungskontrollverträgen, sank die Zahl der nuklearen Sprengköpfe rapide. Während es in den 1980er Jahren weltweit etwa 70.300 Atomwaffen gab, ist diese Zahl bis 2024 auf 12.121 gesunken. Doch die in den letzten Jahren zunehmenden Spannungen haben dazu geführt, dass die Atomwaffenbestände wieder ansteigen.
Experten zufolge stellt der Anstieg der Atomwaffenbestände weltweit eine große Bedrohung für die internationale Gemeinschaft dar. Die FAS betonte, dass Regierungen ihre Transparenzpolitik in Bezug auf Atomwaffen überdenken müssten. Forscher warnten davor, dass der unkontrollierte Anstieg von Atomwaffen die globale Sicherheit gefährden könnte.