Werden Frauen im Iran bald ohne Kopftuch unterwegs sein können? Irans Präsident gibt Auskunft

Der iranische Präsident Masud Peseschkian erklärte, dass Frauen künftig nicht mehr von der sogenannten Sittenpolizei belästigt werden sollen, wenn sie kein Kopftuch tragen.

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Der im vergangenen Juli gewählte Präsident Masud Peseschkian äußerte in seinem ersten Interview, dass die Sittenpolizei Frauen nicht länger belästigen dürfe.

Die Vereinten Nationen (UN) hatten zuvor bekannt gegeben, dass Frauen, die gegen die Kleidungsvorschriften verstoßen, weiterhin von der Sittenpolizei bestraft werden.

Irans Präsident Masud Peseschkian

WIRD DER DRUCK AUF FRAUEN NACHLASSEN?

Die Journalistin, die das Interview mit Peseschkian führte, erinnerte an die Erklärung der UN und berichtete, dass sie selbst auf der Straße unter Druck gesetzt worden sei. Daraufhin sagte Peseschkian: 'Die Sittenpolizei sollte sich nicht in die Angelegenheiten der Frauen einmischen. Ich werde die Situation im Auge behalten, damit sie die Frauen nicht belästigen.'

Das Interview wurde von iranischen Medien zum Jahrestag des Todes von Mahsa Amini veröffentlicht.

Eines der Wahlversprechen von Peseschkian war die Abschaffung der Straßenpatrouillen der Sittenpolizei, die einen erheblichen Druck auf Frauen ausüben.

In dem veröffentlichten Interview war zu sehen, dass einige der Journalistinnen, die dem iranischen Präsidenten Fragen stellten, ihre Kopftücher nur locker trugen. Die internationale Presse interpretierte dies als ein Zeichen dafür, dass die strengen Kleidungsvorschriften für Frauen gelockert werden könnten.

Peseschkian wurde von Frauen unterstützt, die den Abzug der Sittenpolizei von den Straßen forderten.