WHO gibt Erklärung zum Nipah-Virus ab
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bekannt gegeben, dass sie die im indischen Bundesstaat Westbengalen aufgetretenen Nipah-Virus-Fälle genau beobachtet.
12punto
Die WHO hat erklärt, dass sie die zwei im indischen Bundesstaat Westbengalen festgestellten Nipah-Virus-Fälle genau verfolgt. Während die Organisation das Risiko nach aktuellem Kenntnisstand als gering einschätzt, erinnerte sie an die Übertragungswege und Eigenschaften des Virus.
WHO: RISIKO IST GERING
Anais Legand von der WHO gab bekannt, dass am 26. Januar im indischen Bundesstaat Westbengalen zwei Nipah-Virus-Fälle bestätigt wurden und keine weiteren Fälle gemeldet wurden. Legand erklärte, dass die beiden Patienten in einem Gesundheitszentrum unterstützend behandelt werden und Indien Maßnahmen zur Seuchenkontrolle umsetzt. Legand sagte: „Basierend auf den vorliegenden Informationen wird das Risiko auf nationaler, regionaler und globaler Ebene als gering eingestuft.“
ÜBERTRAGUNG DURCH FLEDERMÄUSE MÖGLICH
Legand erläuterte, dass das Virus in der Regel durch direkten Kontakt mit infizierten Flughunden oder Tieren wie Schweinen sowie durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel übertragen wird. Unter bestimmten Bedingungen könne es auch direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Legand fügte hinzu: „(Das Nipah-Virus) wurde erstmals 1998 gemeldet, und seitdem wurden in Bangladesch, Indien, Malaysia, den Philippinen und Singapur eine begrenzte Anzahl von Fällen registriert.“
EIGENSCHAFTEN DES VIRUS
Es wurde berichtet, dass die durchschnittliche Inkubationszeit des Virus zwischen 3 und 14 Tagen liegt und die Sterblichkeitsrate der Krankheit auf 40 bis 75 Prozent geschätzt wird. Legand erklärte, es sei noch zu früh, um zu sagen, ob das Virus pathogener sei als bei früheren Ausbrüchen, und dass die WHO auf die genetischen Sequenzierungsdaten aus Indien warte, um potenzielle Mutationen zu bewerten.