WikiLeaks-Gründer Julian Assange offiziell freigelassen

Der Gründer von WikiLeaks, Julian Assange, der durch das Leaken geheimer US-Korrespondenzen und Dokumente bekannt wurde, ist heute offiziell freigekommen.

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Julian Assange, der Gründer der Internetseite WikiLeaks, hat sich im Rahmen einer Vereinbarung mit dem US-Justizministerium schuldig bekannt, gegen das Spionagegesetz verstoßen zu haben.

Die Anhörung von Assange fand vor dem Bezirksgericht der Nördlichen Marianen statt, einem US-Außengebiet nahe der asiatischen Küste des Pazifischen Ozeans.

Assange beantwortete einige Fragen der Bezirksrichterin Ramona Manglona und bekannte sich gemäß der mit den USA getroffenen Vereinbarung schuldig, das Spionagegesetz verletzt zu haben.

Im Rahmen der Vereinbarung wurde zudem beschlossen, dass Assange alle Dokumente, die er WikiLeaks zur Verfügung gestellt hatte, vernichten muss. 

Der Vereinbarung zufolge wird erwartet, dass der WikiLeaks-Gründer zu einer Haftstrafe von 62 Monaten verurteilt wird, wobei ihm jedoch unter Anrechnung der bereits in Großbritannien verbüßten Haftzeit die Ausreise nach Australien gestattet wird.

TAUSENDE DOKUMENTE VERÖFFENTLICHT

Die von Julian Assange gegründete Plattform WikiLeaks hatte am 28. Oktober 2010 insgesamt 251.000 geheime Dokumente veröffentlicht, die unter anderem die von den USA im Irak und in Afghanistan begangenen Verbrechen belegten.

Assange wurde am 11. April 2019 aus der ecuadorianischen Botschaft in London, in der er seit Juni 2012 Zuflucht gesucht hatte, herausgebracht und festgenommen. Er wurde wegen „Verstoßes gegen Kautionsauflagen“ inhaftiert und in das Londoner Belmarsh-Gefängnis gebracht.

Die USA hatten von Großbritannien die Auslieferung von Assange gefordert; der britische High Court hatte von den USA Zusicherungen verlangt, dass Assange nicht zum Tode verurteilt werde und ein faires Verfahren erhalte.

In einer gestern Abend veröffentlichten Erklärung hieß es, dass Julian Assange infolge der mit den USA getroffenen Vereinbarung, sich schuldig zu bekennen, das Spionagegesetz verletzt zu haben, Großbritannien, wo er fünf Jahre lang inhaftiert war, verlassen dürfe, um in sein Heimatland Australien zurückzukehren.