Wird es eine 'Normalisierung' zwischen Syrien und der Türkei geben? Russland meldet 'positive Gespräche'
Lawrow gab bekannt, dass Vertreter der Türkei und Syriens Vorschläge für einen Dialog zur Normalisierung der Beziehungen unterbreitet haben. In einer Pressekonferenz erklärte er, dass dieser Prozess auch wichtige Themen wie die 'Kurdenfrage' umfassen werde.
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12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte, dass nach den jüngsten Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen und dem neuen Außenminister Syriens beide Seiten positive Ansätze für einen Normalisierungsprozess entwickelt hätten. In diesem Rahmen wurde die Bedeutung der Erörterung von Themen wie der Kurdenfrage sowie der Terrorismusbekämpfung und Grenzsicherheit hervorgehoben.
Einer der Schwerpunkte in Lawrows Erklärung war sein Treffen mit Außenminister Hakan Fidan. Zu den Inhalten des Gesprächs äußerte sich Lawrow wie folgt:
'Ich habe mich vor Kurzem hier mit meinem türkischen Amtskollegen getroffen und wir haben dieses Thema erörtert. Zudem habe ich das Thema auch mit dem neu ernannten Außenminister der Arabischen Republik Syrien besprochen. Meiner Ansicht nach haben beide Seiten Ideen vorgebracht, die den Neustart des Normalisierungsprozesses ermöglichen könnten. Und natürlich werden die Kurdenfrage, die Terrorismusbekämpfung und die Grenzsicherheit im Mittelpunkt dieser Gespräche stehen.'
In Bezug auf die Bemühungen und Gespräche für den 'Normalisierungsprozess' zwischen der Türkei und Syrien sagte Lawrow: 'Die Militär- und Außenminister sind im Format Russland-Iran-Türkei-Syrien zusammengekommen. Die Gespräche verliefen positiv.'
WIE STEHT RUSSLAND ZUR PKK?
Ein weiteres Thema, das der russische Außenminister unterstrich, waren die Aktivitäten der PKK in der Region.
Lawrow betonte, dass die Terrororganisation YPG/PKK einen Dialog mit Damaskus aufnehmen müsse, und wies darauf hin, dass diese Gruppen keine andere Wahl hätten, als Teil Syriens zu bleiben. Er erklärte, dass die kurdischen Organisationen den Terrorismus ablehnen und nach einem Kompromiss suchen müssten.
Lawrow äußerte sich dazu wie folgt:
'Ich glaube, dass die kurdischen Organisationen (YPG/PKK) den Terrorismus entschieden ablehnen und endlich verstehen müssen, dass sie keine andere Wahl haben, als Teil der syrischen Republik zu bleiben. Sie müssen sich mit Damaskus einigen.'
Außenminister Hakan Fidan und der russische Außenminister Sergei Lawrow
RUSSLANDS MILITÄRPRÄSENZ IM NAHEN OSTEN WIRD FORTGESETZT
Lawrow erklärte, dass Russland sich für die Stabilität im Nahen Osten einsetze und seine militärische Präsenz in Syrien zur Gewährleistung der Sicherheit aufrechterhalte.
Darüber hinaus äußerte Lawrow die Vermutung, dass einige Länder Aktivitäten unternähmen, um den Iran zu provozieren und den Frieden in der Region zu gefährden, und fügte hinzu:
'Was die Frage betrifft, wie wir verhindern können, dass der Konflikt auf andere Länder übergreift: Wir können das tun und werden es weiterhin tun. Wir haben eine Militärmacht, die dabei hilft, die Sicherheit in der Arabischen Republik Syrien zu gewährleisten, und sie wird ihre Aufgaben weiterhin erfüllen. Ich habe jedoch das Gefühl, dass einige Akteure den Iran provozieren wollen, um die USA zu reizen und einen großen, umfassenden Krieg in der gesamten Region zu entfachen.'
Russland unterhält in Syrien Militärstützpunkte von 'kritischer Bedeutung'. Der wichtigste davon ist der Militärstützpunkt Latakia, der als Marinebasis genutzt wird.