Wird seine Präsidentschaftskandidatur gestrichen? Trumps Einspruch abgewiesen
Der Antrag von Donald Trump auf Einstellung des Verfahrens wegen der „unbefugten Mitnahme geheimer Dokumente aus dem Weißen Haus“ wurde abgelehnt.
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12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte sich bereits die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner für die Wahl im kommenden November gesichert. Trump hatte die Einstellung des Verfahrens gefordert, das wegen der „illegalen und unbefugten Mitnahme geheimer Dokumente aus dem Weißen Haus“ gegen ihn eingeleitet wurde. Das Gericht wies diesen Antrag Trumps zurück und entschied, dass der Prozess fortgesetzt wird. Trump, der sich in den Vorwahlen der Republikaner gegen seine Mitbewerber durchgesetzt hat, könnte aus dem Rennen um die Kandidatur ausscheiden, falls die gegen ihn laufenden Verfahren zu seinen Ungunsten ausgehen.
Trump wird beschuldigt, Dokumente aus dem Weißen Haus entwendet und in sein Privathaus gebracht zu haben. Bei einer Razzia des FBI in einem von Trumps Anwesen wurden „streng geheime“ Unterlagen sichergestellt, die das Weiße Haus nicht hätten verlassen dürfen.
Trumps Anwälte hatten die Einstellung des Verfahrens mit der Begründung gefordert, dass das Gesetz, auf dessen Grundlage Trump angeklagt ist, „zu vage“ sei. Zudem argumentierten sie, das Spionagegesetz, auf das sich die Vorwürfe stützen, sei unklar in Bezug darauf, „unter welchen Bedingungen ein US-Präsident strafrechtlich belangt werden kann und welches Strafmaß droht“.
Die US-Bezirksrichterin Aileen Cannon, die den Einspruch prüfte, wies den Antrag mit der Begründung zurück, dass „eine solche Entscheidung nur von einer Jury getroffen werden kann“. In ihrer Entscheidung, die sie nach einer zweistündigen Anhörung verkündete, erklärte Cannon, es sei angemessen, dass eine Jury am Ende des Gerichtsverfahrens darüber entscheide, ob die Vorwürfe unter das Spionagegesetz fallen und ob der Einwand der „Vageheit“ angesichts der gegen Trump erhobenen Anklagepunkte zulässig sei.
WIRD SEINE PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDATUR GESTRICHEN?
Sollte Trump, gegen den wegen Spionagevorwürfen ermittelt wird, vor der Wahl schuldig gesprochen werden, könnte seine Präsidentschaftskandidatur gestrichen werden. Berichten der US-Medien zufolge gilt ein Ausschluss von Trumps Kandidatur jedoch als äußerst unwahrscheinlich.
Diese Einschätzungen basieren jedoch eher auf politischen Analysen als auf rechtlichen Gründen. US-Juristen weisen darauf hin, dass eine rechtliche Verurteilung Trumps durchaus im Bereich des Möglichen liegt.