WSJ: Geheimes Geheimdienstabkommen zwischen den USA und Israel sorgt für Besorgnis
Die Zeitung The Wall Street Journal (WSJ) berichtete, dass ein geheimes Abkommen zwischen den USA und Israel zur Verstärkung des Geheimdienstaustauschs die Sorge schürt, die Regierung in Washington könnte zu den zivilen Todesopfern im Gazastreifen beitragen.
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US-amerikanische Beamte gaben an, dass kurz nach dem 7. Oktober 2023 ein geheimes Abkommen zwischen den USA und Israel geschlossen wurde, um das Geheimdienstnetzwerk auszubauen. Im gleichen Zeitraum wurde auch eine Intensivierung der US-Geheimdienstaktivitäten in Bezug auf den Gazastreifen verzeichnet.
Obwohl die Beamten betonten, dass die im Rahmen dieses geheimen Abkommens geteilten Informationen im Einklang mit dem Völkerrecht genutzt werden sollten, um zivile Opfer oder Schäden an der Infrastruktur zu vermeiden, lässt sich nicht bestätigen, zu welchem Zweck und in welcher Weise Israel die von den USA bereitgestellten Geheimdienstdaten tatsächlich verwendet.
Dies verstärkt die Befürchtungen, dass die USA zu den israelischen Angriffen beitragen, die im Gazastreifen zu zivilen Opfern führen.
'DATEN'-WIRRWARR
US-Beamte argumentierten, das Hauptziel der Geheimdienstunterstützung sei die Rettung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln sowie die Verhinderung möglicher Angriffe auf Israel.
Die Beamten erklärten, dass Geheimdienstinformationen wie "Rohdaten" von Drohnenaufnahmen aus dem Gazastreifen mit Israel geteilt würden. Sie merkten jedoch an, es sei schwer abzuschätzen, wie Israel diese Informationen verwende, nachdem sie mit eigenen Daten zusammengeführt wurden.
BEISPIELLOSE KOORDINATION
Der Sprecher der israelischen Armee, Daniel Hagari, sagte, dass das Niveau der Geheimdienst- und Militärkooperation zwischen Israel und den USA in seinen 30 Dienstjahren bei der israelischen Armee noch nie so hoch gewesen sei.
Hagari erklärte: "Wir befinden uns in einer beispiellosen Phase der Geheimdienstkoordination."
Jason Crow, Mitglied des US-Repräsentantenhauses und des Geheimdienstausschusses, äußerte hingegen, dass die mit Israel geteilten Geheimdienstinformationen nicht mit den nationalen Werten und Sicherheitsinteressen der USA übereinstimmten.
Crow gab an, er habe separat mit einem hochrangigen israelischen Militärvertreter und US-Geheimdienstbeamten gesprochen und dabei "erhebliche Diskrepanzen" in den Erklärungen beider Seiten zu den zivilen Opfern festgestellt.