Zahl der Todesopfer durch israelische Angriffe auf 19.453 gestiegen
Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza, Aschraf al-Qudra, gab in einer schriftlichen Erklärung Informationen zu den seit 73 Tagen andauernden Angriffen Israels bekannt.
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Al-Qudra betonte, dass die israelischen Streitkräfte in den vergangenen Tagen und Stunden in allen Gebieten Gazas Massaker verübt hätten. Er erklärte, dass die Zahl der seit dem 7. Oktober bei den Angriffen getöteten Palästinenser auf 19.453 gestiegen sei, darunter mindestens 8.000 Kinder und 6.200 Frauen, während die Zahl der Verletzten auf 52.286 angewachsen sei.
Al-Qudra merkte an, dass die israelischen Streitkräfte heute im Schifa-Krankenhaus ein Massaker verübt hätten, das zum Tod von 26 vertriebenen Personen und zur Verletzung Dutzender weiterer geführt habe. Zudem habe das Militär vor dem Krankenhaustor ein ziviles Fahrzeug angegriffen, wobei zwei darin befindliche Verletzte ihr Leben verloren hätten.
Al-Qudra wies darauf hin, dass die israelische Armee durch Angriffe auf Krankenhäuser und die Inhaftierung von medizinischem Personal darauf abziele, das Gesundheitssystem im nördlichen Gazastreifen zu zerschlagen. Dies komme einer „Hinrichtung“ der dort lebenden rund 800.000 Menschen gleich.
Al-Qudra betonte, dass Tausende Verletzte, Kranke, Kinder und schwangere Frauen im Norden Gazas keine medizinische Versorgung erhalten könnten. Er erklärte, dass die internationale Gemeinschaft durch ihr Schweigen zu diesen Verbrechen in den Krankenhäusern grünes Licht für die Begehung derselben Verbrechen im Süden Gazas gebe, was der gestrige Angriff auf das Nasser-Krankenhaus in Chan Yunis deutlich mache.
„22 KRANKENHÄUSER AUSSER BETRIEB“
Al-Qudra berichtete, dass zahlreiche Menschen ihr Leben verloren hätten, da die Operationssäle der Krankenhäuser im Süden überlastet seien und es an Möglichkeiten zur Behandlung schwerer Verletzungen fehle.
Sprecher al-Qudra teilte zudem mit, dass die israelischen Streitkräfte weiterhin 93 medizinische Fachkräfte unter unmenschlichen Bedingungen festhalten, darunter vor allem den Generaldirektor des Schifa-Krankenhauses, Mohammed Abu Silmiyya, den Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses, Ahmed al-Kahlut, und den Direktor des al-Awda-Krankenhauses, Ahmed Muhanna.
Al-Qudra hielt fest, dass bei den israelischen Angriffen 310 medizinische Mitarbeiter getötet wurden und 22 Krankenhäuser außer Betrieb seien. Er wies darauf hin, dass 5.000 Verletzte dringend zur Behandlung ins Ausland gebracht werden müssten.
Al-Qudra wies darauf hin, dass die Lage in den Unterkünften aufgrund der Ausbreitung von Epidemien, Unterernährung, Mangel an Trinkwasser und persönlicher Hygiene sowie unzureichender Gesundheitsdienste katastrophale Ausmaße angenommen habe. Er erklärte, dass sie in diesen Zentren 350.000 Fälle von Infektionskrankheiten festgestellt hätten und schätzten, dass die tatsächliche Zahl noch höher liegen könnte.