Zahl der Toten durch „Hunger und Durst“ auf 23 gestiegen

Im Gazastreifen, wo Israel seit mehr als fünf Monaten seine Angriffe fortsetzt und durch die Blockade von Hilfslieferungen eine massive „humanitäre Katastrophe“ verursacht hat, ist die Zahl der Menschen, die an Unterernährung und Dehydrierung gestorben sind, auf 23 gestiegen.

AA

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza, Aschraf al-Qudra, gab hierzu eine schriftliche Erklärung ab.

Al-Qudra erklärte, dass im Schifa-Krankenhaus drei weitere Kinder aufgrund von Unterernährung und Dehydrierung ihr Leben verloren hätten, womit die Zahl der an Hunger und Durst verstorbenen Menschen auf 23 gestiegen sei.

In einer Erklärung des Gesundheitsministeriums in Gaza vom 6. März war mitgeteilt worden, dass 20 Menschen an Hunger und Durst gestorben seien.

HUNGERNOT DROHT

Die Vereinten Nationen hatten gewarnt, dass 2,2 Millionen Menschen im Gazastreifen, der unter den intensiven Angriffen Israels leidet, von einer Hungersnot bedroht sind.

Nach Angaben der UN sind im Gazastreifen 378.000 Menschen von Hunger der Stufe 5, der nach der Skala der Integrierten Klassifikation der Ernährungssicherung (IPC) als „Katastrophe“ bezeichnet wird, und 939.000 Menschen von Hunger der Stufe 4, bekannt als „Notlage“, betroffen.