Zahl der Toten und Vermissten bei Überschwemmungskatastrophe steigt

Die seit Anfang der Woche anhaltenden Regenfälle im südbrasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul haben zu einer Zunahme der Verluste an Menschenleben und Sachschäden geführt.

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In einer Erklärung des Zivilschutzes des Bundesstaates wurde mitgeteilt, dass die Zahl der Todesopfer auf 57 und die Zahl der Vermissten auf 70 gestiegen ist.

In der Erklärung wurde zudem festgehalten, dass 74 verletzte Personen in Krankenhäuser eingeliefert wurden und die Such- und Rettungsarbeiten ununterbrochen fortgesetzt werden.

Lokalen Medienberichten zufolge sind 377.497 Menschen von den Überschwemmungen betroffen; in 281 Städten entstanden schwere Schäden.

"DAS VERHEERENDSTE EREIGNIS IN DER GESCHICHTE DES BUNDESSTAATES"

Der Gouverneur von Rio Grande do Sul, Eduardo Leite, erklärte in einer Pressekonferenz, dass es immer noch Gebiete gebe, die man nicht erreichen könne, und sagte: "Wir durchleben eine absolut außergewöhnliche Situation. Dies ist kein kritisches Ereignis, sondern das verheerendste Ereignis in der Geschichte des Bundesstaates."

Leite hatte zudem mitgeteilt, dass man aufgrund des Ausmaßes der Tragödie für 180 Tage den "Katastrophenzustand" ausgerufen habe und man sich intensiv um die Evakuierung der Menschen aus dem Katastrophengebiet bemühe.

Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der die Region besuchte, betonte, dass die Regierung den Bundesstaat voll unterstütze, und erklärte: "Als Bundesregierung werden wir alles Notwendige tun, um alle Bedürfnisse zu erfüllen. Wir werden zu 100 Prozent Unterstützung für die Behebung der Schäden leisten."