Zentralbank-Manager in Libyen entführt: Alle Transaktionen gestoppt

Die libysche Zentralbank hat ihre Transaktionen vorübergehend eingestellt, nachdem der IT-Leiter Musab Muslim entführt wurde und Drohungen gegen Beamte ausgesprochen wurden.

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Die libysche Zentralbank gab bekannt, dass sie alle ihre Transaktionen ausgesetzt hat, nachdem ihr IT-Leiter Musab Muslim heute Morgen vor seinem Haus von unbekannten Personen entführt wurde und Drohungen gegen einige Beamte ausgesprochen wurden. 

In einer Erklärung der Bank wurden die Entführung und die Drohungen verurteilt und zurückgewiesen. Es wurde festgehalten, dass alle Transaktionen der Zentralbank so lange eingestellt bleiben, bis der entführte Manager wieder freigelassen wird.

In der Erklärung der Zentralbank wurden keine Details zum Grund der Entführung von Musab Muslim oder zum Hintergrund des Vorfalls genannt. Es fällt jedoch auf, dass sich der Vorfall ereignete, nachdem das Repräsentantenhaus erklärt hatte, dass "Versuche einiger Personen, die Kontrolle über die libysche Zentralbank zu erlangen", zurückgewiesen würden.

 Das Repräsentantenhaus hatte erklärt, dass diese Versuche mit einer Razzia im Hauptsitz der Bank begonnen hätten und darauf abzielten, den Gouverneur der Zentralbank, Sadiq al-Kabir, seines Amtes zu entheben.

Die Entscheidung der libyschen Zentralbank, die Transaktionen einzustellen, wird als eine Maßnahme zum Schutz der Sicherheit der Bank und ihrer Mitarbeiter gewertet. Weitere Informationen zu dem Vorfall liegen derzeit noch nicht vor.