Zinsentscheid der US-Notenbank

Die US-Notenbank (Fed) hat ihre mit Spannung erwartete Zinsentscheidung für den Monat April bekannt gegeben.

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Die US-Notenbank (Fed) hat den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.

Während im Entscheidungstext keine Hinweise auf den Zeitpunkt möglicher Zinssenkungen gegeben wurden, wies die Notenbank auf die Unsicherheiten durch die Spannungen im Nahen Osten sowie auf die steigenden Inflationsrisiken hin.

WIE HAT DER MARKT REAGIERT?

Nach der kritischen Zinsentscheidung der Fed kam es zu Bewegungen an den Märkten. Der Goldpreis (Unze) lag vor der Veröffentlichung der Daten bei 4.553 Dollar. Nach der Entscheidung notiert er bei 4.529 Dollar.

Der Dollar-Index lag vor der Fed-Entscheidung bei 98,89 Punkten. Unmittelbar nach der Entscheidung liegt er bei 98,97 Punkten.

Der Silberpreis (Unze) lag vor der Fed-Entscheidung bei 71,50 Dollar. Nach der Entscheidung notiert er bei 71,01 Dollar.

Das Euro/Dollar-Währungspaar lag vor der Fed-Zinsentscheidung bei 1,1681. Nach der Entscheidung bewegt es sich bei 1,1672.

Der Goldpreis (Gramm) bewegte sich vor der Fed-Entscheidung bei 6.588 Lira. Nach der Entscheidung liegt er bei 6.553 Lira.

KEIN GRÜNES LICHT FÜR ZINSSENKUNGEN

Die Federal Reserve hat die von den Märkten mit Spannung erwartete Zinsentscheidung bekannt gegeben. Die Bank hielt den Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent und teilte keinen Zeitplan für einen möglichen Zinssenkungsprozess mit. Die Fed nannte insbesondere die hohe Unsicherheit, die durch die Spannungen im Nahen Osten für die Weltwirtschaft entsteht, als einen der Hauptgründe für ihre Entscheidung.

WIRTSCHAFTSAUSBLICK UND INFLATIONSWARNUNG

Im Entscheidungstext wurde festgestellt, dass die US-Wirtschaft weiterhin mit einem „soliden Tempo“ wachse, während das Beschäftigungswachstum moderat verlaufe und die Arbeitslosenquote stabil bleibe. Auffällig war jedoch die Änderung des Tons in Bezug auf die Inflation:

Verschärfte Inflationsdefinition: Die Inflation, die zuvor als „etwas hoch“ beschrieben wurde, wird nun aufgrund des Anstiegs der Energiepreise als „hoch“ eingestuft.

Beobachtung beidseitiger Risiken: Die Fed betonte, dass die Risiken sowohl für das Wirtschaftswachstum als auch für die Inflation genau beobachtet würden.

EIN PREMIERE SEIT 1992

Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Fed erreichten mit dieser Sitzung den höchsten Stand der letzten 34 Jahre. Die Entscheidung wurde mit 8 zu 4 Stimmen getroffen, was als die höchste Quote an Gegenstimmen seit 1992 in die Geschichte einging.

Die Details der Uneinigkeit unter den Mitgliedern lauten wie folgt:

Ein Mitglied stimmte für eine sofortige Zinssenkung.

Drei Mitglieder sprachen sich vollständig gegen jegliche Lockerung (Zinssenkung) aus.