Zwei Staatsbedienstete wegen Verdachts auf „Weitergabe von Staatsgeheimnissen“ festgenommen

Die niederländische Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass zwei Staatsbedienstete, einer davon Mitarbeiter der Nationalen Koordinierungsstelle für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung (NCTV) und der andere Polizist, wegen des Verdachts auf „Weitergabe von Staatsgeheimnissen“ festgenommen wurden.

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In einer schriftlichen Erklärung der Staatsanwaltschaft wurde mitgeteilt, dass ein 64-jähriger Mann und eine 35-jährige Frau am 26. Oktober 2023 wegen des Verdachts auf den Besitz und die Weitergabe von Informationen mit Staatsgeheimnis-Charakter festgenommen wurden.

In der Erklärung wurde ausgeführt, dass der in Rotterdam lebende 64-jährige männliche Verdächtige sowohl für das NCTV als auch innerhalb der niederländischen Polizei bei der Nationalen Polizeieinheit tätig war, während die in Gouda lebende Frau eine ehemalige NCTV-Mitarbeiterin ist, die erst kürzlich in den Polizeidienst eingetreten war.

DURCHSUCHUNGEN AN MEHREREN ORTEN DURCHGEFÜHRT

In der Erklärung wurde betont, dass gegen die Verdächtigen, für die per Gerichtsbeschluss eine 14-tägige Untersuchungshaft angeordnet wurde und für die eine Reihe von Beschränkungen gelten, nur Kontakte zu ihren Anwälten zugelassen sind.

Es wurde erklärt, dass aus Gründen der Sicherheit der Ermittlungen in diesem Stadium keine weiteren Informationen gegeben werden, und mitgeteilt, dass im Rahmen der Ermittlungen an vielen Orten Durchsuchungen durchgeführt wurden.

VERDACHT AUF WEITERGABE VON INFORMATIONEN AN MAROKKO

In einem Bericht der Zeitung AD mit der Überschrift „Übersetzer und Analyst der Terrorismusbekämpfungsbehörde verdächtigt, Staatsgeheimnisse an Marokko weitergegeben zu haben“ wurde die Behauptung aufgestellt, dass die betreffenden Verdächtigen im Verdacht stehen, Informationen an die marokkanische Regierung weitergegeben zu haben.

In dem Bericht wurde dargelegt, dass der 64-jährige männliche Verdächtige, der als Übersetzer und Analyst beim NCTV arbeitete, Zugang zu sensiblen Akten in der Abteilung für Terrorismusbekämpfung, Extremismus und Radikalisierung (CTER) der Polizei hatte.