22 Jahre altes Kabelunternehmen beantragt Konkordat

Das in Gebze ansässige Industrieunternehmen Baran Kablo hat zur Überwindung seiner Finanzkrise einen Konkordatsantrag gestellt; das Gericht hat eine vorläufige Frist von 90 Tagen für die Fortführung des Geschäftsbetriebs gewährt.

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Baran Kablo A.Ş., ein Unternehmen, das seit 22 Jahren in der Kabelproduktion in Gebze, einem der bedeutendsten Industriegebiete von Kocaeli, tätig ist, hat nach einem finanziellen Engpass den Rechtsweg beschritten. Aufgrund schwerwiegender Probleme im Cashflow reichte das Unternehmen beim Handelsgericht erster Instanz in Gebze einen Konkordatsantrag ein. Mit dem Ziel, seine Schulden auf gütlichem Wege umzustrukturieren, hat das Gericht für das Unternehmen eine vorläufige Frist von drei Monaten festgesetzt.

Das Gericht hat den Finanzberater Tuncer Karaman zum „vorläufigen Konkordatsverwalter“ ernannt, um die finanziellen Aktivitäten des Unternehmens in diesem Zeitraum genau zu überwachen. Kommissar Karaman wird während seiner Amtszeit die Finanzbewegungen von Baran Kablo analysieren und das Gericht durch detaillierte Berichte über die Sanierungsaussichten des Unternehmens informieren.

Mit der offiziellen Bekanntmachung im Rahmen des Vollstreckungs- und Konkursgesetzes hat für alle Gläubiger von Baran Kablo auch die gesetzliche Einspruchsfrist begonnen. Gläubiger, die Einspruch erheben möchten, haben das Recht, innerhalb von sieben Tagen nach Veröffentlichung der Entscheidung beim Gericht Einwände mit der Begründung einzureichen, dass die Voraussetzungen für ein Konkordat nicht erfüllt seien.

Wie sich der Prozess weiterentwickeln wird, wird sich im Juni klären. Das Gericht wird am 25. Juni 2026 um 14.30 Uhr eine Vorverhandlung abhalten. In dieser Sitzung wird entschieden, ob die vorläufig gewährte Frist endgültig wird und welche kritischen Entscheidungen für die Zukunft des Unternehmens getroffen werden.

Baran Kablo ist für seine langjährige Tätigkeit in der Branche bekannt; wie die Finanzkrise, in der sich das Unternehmen befindet, ausgehen wird, wird sowohl von den Mitarbeitern als auch von anderen Akteuren der Branche aufmerksam verfolgt.