223 Fonds für den Handel gesperrt: Ungewisser Prozess für 1 Million Menschen hat begonnen
Auf Beschluss des SPK wurde der Handel mit Fonds von 7 Portfoliomanagement-Gesellschaften gestoppt. Der Prozess betrifft ein Fondsvolumen von 1,1 Billionen Lira.
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Die Maßnahmen der Kapitalmarktbehörde (SPK) in Bezug auf Fonds, die auf bestimmten Aktien basieren, welche durch ungewöhnliche Preisbewegungen an der Börse in die Schlagzeilen geraten waren, haben am Markt für großes Aufsehen gesorgt. Im Rahmen der Entscheidung wurden die Kauf- und Verkaufsgeschäfte von insgesamt 223 Fonds der Unternehmen Tera, Pusula, Hedef, Atlas, A1 Capital, Pardus und Bulls Portföy über die Plattform TEFAS gestoppt.
Den Daten von TEFAS zufolge erreicht das Gesamtvolumen der Fonds, für die ein Handelsverbot verhängt wurde, 1,10 Billionen Lira. Es wird angegeben, dass die Anzahl der betroffenen Anleger in diesen Fonds bei 932.000 liegt. Daher hat sich die Entscheidung auch für Privatanleger zu einem bedeutenden Unsicherheitsfaktor entwickelt.
FONDS, FÜR DIE EIN LIQUIDATIONSPROZESS BEGINNT
Unter den gesperrten Fonds wird für 130 Fonds ein Liquidationsprozess eingeleitet. Das Gesamtportfoliovolumen dieser Fonds wird auf 826 Milliarden Lira beziffert. Den größten Anteil an der Liquidation hält Tera Portföy mit 5 Fonds, die ein Volumen von 538 Milliarden Lira aufweisen. Diese Fonds sind unter den Kürzeln TLY, TP2, DOH, T3B und TLV bekannt.
Liquidation bedeutet die Schließung der Fonds, die Umwandlung der Vermögenswerte im Portfolio in Bargeld und die Verteilung des erzielten Betrags an die Anteilseigner. Da das SPK jedoch noch keinen klaren Zeitplan für die Methode der Liquidation und den Zahlungskalender bekannt gegeben hat, bleibt die Frage, wann die Anleger an ihr Geld kommen können, ein zentrales Thema.
Sollten sich in den Portfolios der Fonds Aktien mit geringem Handelsvolumen und begrenzter Liquidität befinden, wird davon ausgegangen, dass sich der Verkaufsprozess in die Länge ziehen könnte. Dies bedeutet für einige Anleger, dass die Rückzahlungsdauer des Kapitals länger als erwartet ausfallen könnte.
Die Entscheidung beschränkt sich nicht nur auf die zu liquidierenden Fonds. Einige Fonds bleiben ohne Aufnahme in die Liquidationsliste für den Handel auf TEFAS gesperrt. In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass 6 Fonds, darunter der 142 Milliarden Lira schwere Fonds mit dem Kürzel THF von Tera, nicht liquidiert, aber weiterhin vom Handel ausgesetzt bleiben.
Um eine Verschärfung der Liquiditätsengpässe am Markt zu verhindern, hat das SPK zudem eine vorübergehende Flexibilität für Kreditgeschäfte angekündigt. Die Eigenkapitalquote bei Kreditgeschäften, die normalerweise bei mindestens 35 Prozent liegt, kann je nach Risikobewertung der Brokerhäuser bis zum Ende der Handelssitzung am 2. Oktober 2026 auf mindestens 20 Prozent gesenkt werden.
Es wird erwartet, dass die Entscheidungen bezüglich der Fonds in den kommenden Tagen sowohl durch die Schritte der Portfoliomanagement-Gesellschaften als auch durch mögliche Erklärungen des SPK zum Liquidationszeitplan konkretisiert werden.