30-jährige Anleiherenditen in Großbritannien erreichen 25-Jahres-Hoch
Nach Sorgen über die steigende Inflation im Vereinigten Königreich haben die Renditen für 30-jährige Staatsanleihen den höchsten Stand seit 25 Jahren erreicht.
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Nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten am Mittwoch im Land erreichte die Rendite für 30-jährige Staatsanleihen heute 5,119 Prozent und damit den höchsten Stand seit September 1998. Im Tagesverlauf stiegen die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen um 2 Basispunkte auf 4,69 Prozent und näherten sich damit dem 15-Jahres-Hoch von 4,755 Prozent.
Experten weisen darauf hin, dass die steigenden Kosten für die öffentliche Kreditaufnahme in einem Land, das traditionell zu niedrigen Zinsen Schulden aufnehmen konnte, voraussichtlich Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben werden. Mark Dowding, Chief Investment Officer bei RBC BlueBay Asset Management, kommentierte den Anstieg der Kreditkosten wie folgt: "Die schwachen Inflationsdaten haben im Vereinigten Königreich einen neuen Zyklus steigender Anleiherenditen ausgelöst."
Nach den heute vom britischen Office for National Statistics (ONS) veröffentlichten Daten lag der Verbraucherpreisindex (VPI) im Land im September auf Jahresbasis bei 6,7 Prozent und damit über den Markterwartungen, blieb jedoch gegenüber dem Vormonat unverändert. Obwohl die jährliche Inflation im September stabil blieb, gehen Ökonomen davon aus, dass die Bank of England (BoE) bei ihrer geldpolitischen Sitzung am 2. November aufgrund der Erwartung sinkender Energierechnungen für Haushalte im nächsten Monat von einer Zinserhöhung absehen wird.