300.000 Menschen könnten ihren Arbeitsplatz verlieren
Während der Abschluss der Antidumping-Untersuchung zu Importen von Edelstahl erwartet wird, warnen Branchenvertreter vor den schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen möglicher Entscheidungen.
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Kurz vor dem Abschluss der Antidumping-Untersuchung des Handelsministeriums zu Edelstahlimporten aus China und Indonesien äußern Branchenvertreter ihre Besorgnis.
Es wird darauf hingewiesen, dass im Falle einer Entscheidung zu Ungunsten der heimischen Produzenten 300.000 Menschen arbeitslos werden könnten und türkische Unternehmen Exportverluste in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar erleiden könnten.
Branchen, die Edelstahl direkt verarbeiten, erklären, dass zusätzliche Steuern die Produktionskosten erhöhen und einige Unternehmen dazu zwingen würden, sich vom Markt zurückzuziehen. Barış Yılmaz, Pressesprecher des Verbandes der Edelstahlindustriellen und Geschäftsleute (PASİD), gab an, dass zusätzlich zum bestehenden Zollsatz von 12 Prozent neue Steuern zwischen 3 und 8 Prozent erhoben werden könnten.
Bekir Topuz, Vorsitzender des Verbandes der Industriellen und Geschäftsleute für Industrieküchen, Wäscherei-, Service- und Catering-Ausrüstung (TUSİD), sagte, dass eine negative Entscheidung dazu führen könnte, dass 300.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren und der Binnenmarkt einen Umsatzrückgang von 25 Prozent erleiden könnte. Topuz erklärte: "Eine zusätzliche Steuer bedeutet Preiserhöhungen für alle Produkte, bei denen Edelstahl verwendet wird."
Güçlü Kaplangı, Vorsitzender des Verbandes für Haushalts- und Küchengeräte (EVFED), wies darauf hin, dass es in der Türkei keine integrierte Edelstahlproduktionsanlage gebe, und erklärte, dass die Antidumpingsteuer die Importe verteuere und die Hersteller dazu zwinge, auf Importe auszuweichen. Kaplangı gab an, dass sie sich mit dem Vizepräsidenten Cevdet Yılmaz und dem Handelsminister Ömer Bolat getroffen hätten und einen Termin bei Präsident Tayyip Erdoğan beantragt hätten.
Branchenvertreter betonen die Bedeutung eines nachhaltigen Wettbewerbs im Entscheidungsprozess und argumentieren, dass zusätzliche Steuern langfristig der Produktion und dem Export schaden werden.