61 Großunternehmen in Deutschland starten gemeinsame Investitionsoffensive

Um das Vertrauen der Investoren zu stärken, planen 61 führende deutsche Unternehmen im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Made for Germany“ bis 2028 Investitionen in Höhe von insgesamt 631 Milliarden Euro.

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Mit dem Ziel eines wirtschaftlichen Aufbruchs in Deutschland haben 61 Unternehmen, darunter Branchenriesen wie BMW, Deutsche Börse, Mercedes Benz, Rheinmetall, SAP, Volkswagen, Deutsche Bank und Siemens, die Gründung der Initiative „Made for Germany“ bekannt gegeben. Mit diesem Schritt soll die Attraktivität des Landes für globale Investoren gestärkt werden.

In einer gemeinsamen Erklärung der Unternehmen wurde mitgeteilt, dass die bis 2028 geplanten Investitionen in Höhe von 631 Milliarden Euro neben bestehenden Kapitalzusagen auch neue Investitionen, Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Beiträge internationaler Investoren umfassen werden. Genaue Details darüber, welcher Anteil auf neue Investitionen entfällt, wurden jedoch nicht genannt.

Es fällt auf, dass die Initiative zeitgleich mit dem 500 Milliarden Euro schweren Sonderfonds der Regierung angekündigt wurde, der nach der Anpassung der „Schuldenbremse“ im März zur Beschleunigung von Infrastruktur- und Klimainvestitionen geschaffen wurde.

Für heute ist ein Treffen der Führungskräfte der beteiligten Unternehmen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil sowie der Ministerin für Wirtschaft und Klimaschutz Katherina Reiche geplant. An dem Treffen werden unter anderem der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Christian Sewing, Siemens-CEO Roland Busch, Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner und FGS-Global-CEO Alexander Geiser teilnehmen.

Siemens-CEO Roland Busch äußerte sich dazu wie folgt: „Deutschland braucht ein neues Betriebssystem für Wachstum, Technologie und Wettbewerbsfähigkeit. Wir brauchen jeden, der mit anpackt.“ Busch betonte zudem, dass die Unternehmen bei der Regierung Lobbyarbeit leisten werden, um Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte zu beschleunigen und Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu überwinden.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft und sagte: „Wir müssen sicherstellen, dass alle politischen Entscheidungen Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit fördern.“

Der Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, bezeichnete die Initiative als einen wichtigen Schritt zur Belebung der deutschen Wirtschaft, gab jedoch zu bedenken: „Die entscheidende Frage ist, ob dies wirklich nachhaltig ist – also ob es ein Strohfeuer ist, das durch Staatsverschuldung finanziert wird, oder ob es langfristig tatsächlich zu mehr Investitionen kommen wird.“