Alarm wegen Preiserhöhungen bei Erdgas und Strom: Rechnungen werden teuer

Der Anstieg der Erdgas- und Ölpreise auf den globalen Energiemärkten erhöht die Kosten für die Energieimporte der Türkei und bringt die Möglichkeit neuer Preiserhöhungen bei Erdgas und Strom auf die Tagesordnung. Quellen aus dem Energiemanagement deuten auf die Wahrscheinlichkeit hoher Preisanstiege hin, geben jedoch an, dass noch keine Entscheidung darüber getroffen wurde, wann und in welchem Umfang diese Erhöhungen auf die Tarife übertragen werden.

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Die Möglichkeit neuer Preiserhöhungen bei Erdgas und Strom ist in den Fokus gerückt. Die wachsenden Risiken auf den globalen Energiemärkten und der Anstieg der Ölpreise erhöhen den Druck auf die Energieimportkosten der Türkei.

Der niederländische TTF, der als Referenzpreis für Erdgas in Europa gilt, stieg am 31. August auf ein Niveau von 70 Euro pro Megawattstunde. Am 2. September notierte der TTF bei über 73 Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2023.

Da der TTF einen Anteil von 48,56 Prozent am Erdgaspreis hat, den die Türkei importiert, wird genau beobachtet, wie sich dieser Anstieg auf die Tarife von BOTAŞ für den Oktober und die Winterperiode auswirken wird. Die Türkei verbraucht jährlich etwa 55 bis 60 Milliarden Kubikmeter Erdgas und deckt einen bedeutenden Teil ihres Bedarfs durch Pipelines und LNG-Importe.

AUGEN AUF DIE TARIFE VON BOTAŞ GERICHTET

Emre Ertürk, CEO von Enerji IQ, erklärte, dass es auf den globalen Märkten starke Signale gebe, die die Anfälligkeit bei den Energiepreisen erhöhten, und sagte: „Diese Entwicklung beeinflusst weiterhin die Agenda der Märkte vor dem letzten Quartal des Jahres, das die Wintermonate Oktober, November und Dezember umfasst.“

BOTAŞ hatte die Preise für Erdgas zuletzt im April erhöht. Im gleichen Zeitraum wurde für Haushaltskunden ein gestaffeltes Tarifsystem eingeführt; Abonnenten, die die auf Provinzebene festgelegten Verbrauchsgrenzen überschritten, wurden mit höheren Stückpreisen abgerechnet.

Quellen aus dem Energiemanagement geben an, dass Haushaltskunden Erdgas zu subventionierten Preisen erhalten und dass eine schrittweise Reduzierung dieser Subventionen angestrebt wird. Die Quellen erklären, dass ein Bedarf für hohe Preiserhöhungen bei Erdgas und Strom bestehe, jedoch noch keine Entscheidung darüber getroffen worden sei, wann und in welchem Umfang dies auf die Tarife übertragen werde.