Alarmglocken in der Wirtschaft: Armutsgrenze erreicht 119.000 TL
Stand Juni 2026 ist die Armutsgrenze für eine vierköpfige Beamtenfamilie auf 119.344 TL gestiegen, während die monatlichen Ausgaben für eine gesunde Ernährung und Grundbedürfnisse auf 48.043 TL berechnet wurden.
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Das Forschungszentrum der Gewerkschaft der Büroangestellten (BES-AR) hat auf Basis der Daten für Juni 2026 die aktuellen Zahlen zur Armuts- und Hunger-Grenze für eine vierköpfige Beamtenfamilie unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen veröffentlicht.
Die veröffentlichten Daten zeigen, dass eine vierköpfige Beamtenfamilie monatlich 48.043 TL ausgeben muss, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Darüber hinaus belaufen sich die Lebenshaltungskosten für einen alleinstehenden Arbeitnehmer auf 77.197 TL.
Die Armutsgrenze wurde unter Berücksichtigung der Ausgaben außerhalb der Ernährung festgelegt. Demnach stieg die Armutsgrenze für Familien unter Einbeziehung notwendiger Ausgaben wie Kleidung, Wohnen (Miete), Strom, Wasser, Heizung, Transport, Bildung und Gesundheit auf 119.344 TL.
Besonders für öffentliche Bedienstete, die in Großstädten leben, reicht das Einkommen nicht aus. In den Bewertungen von BES-AR wurde mitgeteilt, dass öffentliche Bedienstete in Großstädten gezwungen sind, 75 bis 80 Prozent ihres Gehalts für die Miete auszugeben, weshalb sie gezwungen sind, mit Mitbewohnern zusammenzuleben oder in überfüllten Wohnverhältnissen zu leben.
In der Erklärung der Gewerkschaft heißt es: „In den Großstädten müssen öffentliche Bedienstete fast 75 bis 80 Prozent ihres Gehalts für die Miete aufwenden, um ihren Wohnbedarf zu decken. Öffentliche Bedienstete in Großstädten sind gezwungen, wie in Studenten-WGs zu dritt oder zu fünft zusammenzuleben. Als Gewerkschaft der Büroangestellten beharren wir auf unserer Forderung nach einem Gehalt, das allen öffentlichen Bediensteten, Mindestlohnempfängern und Rentnern ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.“