Anatolische Städte bei Devisenanlagen vorne: Welche Provinz hält am meisten Fremdwährungen?
Die aktuellen Einlagendaten der Türkei für das Jahr 2026 zeigen, dass die Tendenz zu Fremdwährungen abgenommen hat und die Unterschiede zwischen den Städten ein bemerkenswertes Ausmaß erreicht haben. Insbesondere einige Städte in Anatolien überraschen mit ihrem hohen Devisenanteil.
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Im ersten Quartal 2026 zeigen Anleger in der Türkei ein wachsendes Interesse an alternativen Anlageformen anstelle von Fremdwährungen. Laut aktuellen Berichten der Zentralbank und der Bankenregulierungs- und Aufsichtsbehörde (BDDK) hat sich das Wachstum der Deviseneinlagen verlangsamt; die Bürger orientieren sich verstärkt in Richtung türkischer Lira-Einlagen, Gold und Immobilien. Die Ergebnisse einer Umfrage vom April zeigten, dass 48,8 % der Bevölkerung Gold als sicherste Anlageform wählen, 33,4 % Immobilien bevorzugen und befristete TL-Einlagen (4,4 %) mittlerweile vor Fremdwährungen (2,4 %) liegen.
DEVISENANTEIL GESUNKEN, TL-EINLAGEN BRINGEN RENDITE
Nach Daten der TCMB stieg der Dollarkurs in den ersten drei Monaten des Jahres um 3,45 % auf 44,42 TL, während der Euro um 1,75 % zulegte. Dass die Zinsen für TL-Einlagen im gleichen Zeitraum auf bis zu 11 % stiegen, verringerte die Attraktivität von Fremdwährungen erheblich und verschaffte Inhabern von TL-Einlagen reale Gewinne. Die jüngsten Zahlen der BDDK zeigen, dass die Gesamteinlagen 24,3 Billionen TL erreicht haben; davon entfallen 43 % auf Devisenkonten, der Rest auf die türkische Lira und andere Währungen.
GROSSSTÄDTE HABEN HOHE DEVISENBETRÄGE, ABER NIEDRIGE ANTEILE
Bei den Deviseneinlagen nach Volumen führen weiterhin die Megastädte. In Istanbul sind 5,03 Billionen TL und damit 40,98 % der Gesamteinlagen in Fremdwährungen gehalten; in Ankara liegt dieser Anteil bei 1,28 Billionen TL bzw. 33,41 %. In Izmir wurden die gesamten Deviseneinlagen mit 535 Milliarden TL verzeichnet, was einem Anteil von 38,29 % entspricht.
ANATOLIENS NÄHE ZU DEVISEN FÄLLT AUF
Betrachtet man die von der Zentralbank und der BDDK auf Provinzebene veröffentlichten Daten, zeigt sich, dass die Präferenz für Fremdwährungen in einigen anatolischen Städten besonders stark ausgeprägt ist. Die Stadt mit dem höchsten Devisenanteil an den Gesamteinlagen ist Aksaray (60,07 %), gefolgt von Nevşehir (60,06 %). Es folgen Karaman (57,07 %), Yozgat (55,47 %) und Bingöl (55,37 %). In diesen Städten spielt die Fremdwährung weiterhin eine dominante Rolle innerhalb der Finanzanlagen.
DIE PROVINZEN MIT DEM GERINGSTEN VERTRAUEN IN DEVISEN
Am anderen Ende der Liste sticht Ardahan hervor. Hier werden nur 29,71 % der Gesamteinlagen in Fremdwährungen gehalten. Ankara (33,41 %) und Kars (34,43 %) gehören ebenfalls zu den Provinzen mit der geringsten Tendenz zu Devisen. Insbesondere in der Hauptstadt Ankara sowie in Metropolen wie Istanbul, wo die wirtschaftliche und finanzielle Aktivität hoch ist, lässt sich beobachten, dass TL-Einlagen sehr breit in der Bevölkerung verteilt sind.
Die jüngsten Daten zeigen, dass Anleger Fremdwährungen in den Hintergrund drängen und auf der Suche nach stabileren Renditen sind, während in Anatolien das Sparen in Fremdwährungen weiterhin eine wichtige Präferenz bleibt. Die hohen Zinsen für TL-Einlagen und die Stabilisierung der Wechselkursschwankungen haben eine neue Ära auf der Investitionslandkarte der Türkei eingeleitet.