Angriff der USA und Israels auf den Iran blockiert Erdgashandel
Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran bedrohen den globalen Energiefluss. Die Einstellung der Fahrten von LNG-Tankern in der Straße von Hormus hat die Sorgen vor einer neuen Krise im Erdgashandel verschärft.
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Das nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran gestiegene Konfliktrisiko im Nahen Osten wirkt sich direkt auf die Energiemärkte aus, die zu den kritischsten Bereichen des Welthandels gehören. Die Zunahme der Spannungen in der Region hat die Unsicherheiten hinsichtlich der Zukunft der Erdgas- und Flüssigerdgasversorgung (LNG) vergrößert.
Laut Einschätzungen von Bloomberg wird prognostiziert, dass die aktuellen Entwicklungen zu einer der größten Störungen auf den globalen Gasmärkten führen könnten, die seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zu beobachten war. Dies löst international ernsthafte Sorgen um die Energiesicherheit aus.
STRATEGISCHE VERSORGUNGSLINIE IN GEFAHR
Die Tatsache, dass viele Länder, die für die Energieproduktion und -verschiffung von entscheidender Bedeutung sind, in der Nähe des Konfliktgebiets liegen, erhöht das Risikoniveau weiter. Länder wie Katar, ein Nachbar des Iran, gehören zu den weltweit größten LNG-Exporteuren.
Darüber hinaus zählt die Straße von Hormus, die für den globalen Energietransport von lebenswichtiger Bedeutung ist, zu den gefährdeten Gebieten. Etwa 20 Prozent des weltweit transportierten Flüssigerdgases passieren diese schmale Wasserstraße. Daher hat jede Störung in der Region das Potenzial, die globale Energieversorgungskette direkt zu beeinträchtigen.
LNG-TANKER STOPPEN ROUTE
Daten aus Schiffstracking-Systemen zeigen, dass der kommerzielle Verkehr in der Straße von Hormus deutlich zurückgegangen ist. Während diese Route eine entscheidende Rolle bei LNG-Lieferungen nach Asien und Europa spielt, ist zu beobachten, dass einige Tanker ihre Fahrten aufgrund von Sicherheitsbedenken eingestellt haben.
Den Daten zufolge wurde festgestellt, dass mindestens 11 LNG-Tanker, die von Katar abfuhren oder dort ankamen, ihre Bewegungen vorübergehend gestoppt haben, um die Straße von Hormus nicht zu befahren. Dies deutet darauf hin, dass eine faktische Störung im Energietransport begonnen hat.
SORGE VOR NEUEN SCHWANKUNGEN IM ERDGASHANDEL
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 hatte zu einem großen Bruch auf dem globalen Erdgasmarkt geführt. In diesem Prozess hatte Russland seine Energieverbindungen zu Europa, einem seiner größten Exportmärkte, weitgehend verloren, das globale Angebotsgleichgewicht war gestört und die Energiepreise hatten Rekordniveaus erreicht.
Es wird eingeschätzt, dass die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten in ähnlicher Weise eine neue Volatilität im internationalen Erdgashandel auslösen könnten. Sollte der Energiefluss in der Region unterbrochen werden, wird darauf hingewiesen, dass das Risiko von Versorgungsengpässen und Preisanstiegen auf den globalen Märkten wieder auf die Tagesordnung kommen könnte.