Angriffe auf Energieinfrastruktur im Nahen Osten lassen Ölpreise in die Höhe schnellen
Nach Angriffen auf Energieanlagen im Iran und in den Golfstaaten sind die Ölpreise sprunghaft angestiegen, wobei der Preis für Brent-Öl auf bis zu 111 Dollar kletterte.
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Die in den letzten Tagen zunehmenden Spannungen im Nahen Osten haben die Energiemärkte erneut erschüttert und zu einem plötzlichen Anstieg der Ölpreise geführt. Nach den Angriffen auf das iranische Erdgasfeld South Pars und der gezielten Attacke auf mehrere wichtige Energieanlagen in der Region erreichte der Preis pro Barrel Öl ein neues Hoch.
ENERGIEBETRIEBE KOMMEN ZUM STILLSTAND
Am Mittwoch stiegen die Brent-Öl-Futures um 3,44 Prozent auf 111,07 Dollar. Der Preis für US-Rohöl (WTI) legte um 2,38 Prozent zu und erreichte 98,61 Dollar. Während der Anstieg bei Brent-Öl zur Wochenmitte 3,8 Prozent erreichte, blieben die WTI-Preise auf einem stabilen Niveau.
Die Sorgen über die Krise in der Region verunsichern die Investoren. Nach den mutmaßlich vom Iran durchgeführten Raketenangriffen auf Ras Laffan, das wichtigste LNG-Verarbeitungszentrum Katars, meldete QatarEnergy „erhebliche Schäden“. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden unterdessen einige Energieaktivitäten ausgesetzt, nachdem Trümmer abgeschossener Raketen Schäden an der Gasanlage Habshan und dem Ölfeld Bab verursacht hatten.
Die Behörden in Saudi-Arabien gaben bekannt, dass am Mittwoch vier auf die Hauptstadt Riad abgefeuerte ballistische Raketen sowie ein Drohnenangriff auf eine Gasanlage abgewehrt wurden. Es wird betont, dass diese Entwicklungen die Risiken für die Energieversorgung in der Region erhöhen.
EVAKUIERUNGSWARNUNGEN VOR DEN ANGRIFFEN DURCH DEN IRAN
Die iranische Regierung bereitet sich unterdessen auf eine mögliche Reaktion auf die Angriffe gegen die Energieinfrastruktur in South Pars und Asaluyeh vor. In diesem Zusammenhang wurden Vorab-Evakuierungswarnungen für bestimmte Ölanlagen in Saudi-Arabien, den VAE und Katar ausgesprochen. Es wird darauf hingewiesen, dass South Pars das weltweit größte Erdgasfeld ist, das sich der Iran und Katar teilen.
USA PRÜFEN MILITÄRISCHE VERSTÄRKUNG
Nach dem Anstieg der Spannungen in der Region wurde berichtet, dass die US-Regierung eine Aufstockung ihrer militärischen Präsenz im Nahen Osten in Erwägung zieht. Zu den noch nicht finalisierten Plänen gehört auch die Option, neben Luft- und Seestreitkräften auch Bodentruppen zu stationieren, um die sichere Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus zu gewährleisten.
Die jüngsten Entwicklungen verstärken die Erwartungen, dass die Preisvolatilität an den Energiemärkten anhalten wird, während die diplomatischen und militärischen Schritte der kommenden Tage aufmerksam verfolgt werden.