Anstieg der Grundsteuern belastet Bürger: Grundbuchamtliche Vorgänge blockiert

In Istanbul kam es zu massiven Erhöhungen bei den Grundsteuern. Die zum Jahreswechsel vorgenommenen Anpassungen der Richtwerte belasten nun die Geldbeutel einiger Eigentümer. Wie hoch ist die Grundsteuer in diesem Jahr? Hier sind die Details...

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Zum Jahreswechsel kam es zu einem deutlichen Anstieg der Grundsteuern. Die erheblichen Erhöhungen der Richtwerte für Grundstücke und Gebäude wirkten sich direkt auf die Grundsteuer aus. Insbesondere in Großstädten wie Istanbul schockierten die je nach Stadtviertel variierenden Grundsteuerbeträge die Bürger.

GRENZE FÜR RICHTWERTANSTIEG EINGEFÜHRT

Mit der zum Jahreswechsel eingeführten Obergrenze für die Richtwerte von Grundstücken und Gebäuden haben sich die Grundsteuern in Großstädten wie Istanbul verdreifacht. Gemäß der neuen Regelung wurde der Anstieg der Richtwerte für Grundstücke und Boden auf maximal das Dreifache begrenzt. Dennoch fielen die Erhöhungen für viele Eigentümer so hoch aus, dass sie ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen.

GRUNDSTEUERN STEIGEN MIT HÖHEREN SÄTZEN

Ein Eigentümer in Istanbul, der im Jahr 2023 noch 3.300 TL Grundsteuer zahlte, musste in diesem Jahr das Dreifache, also 9.900 TL, entrichten. Der Immobilienexperte Mustafa Hakan Özelmacıklı teilte mit, dass diese Beträge "im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht" wurden.

99.237 TL GRUNDSTEUER IN KÜÇÜKÇEKMECE GEZAHLT

Besonders für Grundstückseigentümer fallen die hohen Steuerzahlungen ins Gewicht. In Küçükçekmece zahlte eine Person, die zwei nicht bebaubare Grundstücke besitzt, im vergangenen Jahr 33.058 TL Grundsteuer; in diesem Jahr stieg dieser Betrag auf 99.237 TL. Ähnlich verhält es sich in Üsküdar, wo sich die Zahlungen für Wohnungseigentümer fast verdreifacht haben. Wer im letzten Jahr 3.352 TL zahlte, muss in diesem Jahr 9.539 TL Grundsteuer entrichten.

GRUNDSTÜCKSEIGENTÜMER ZAHLEN HÖHERE STEUERN

In diesem Jahr liegt die höchste Steuerlast auf Grundstücken. Grundstückseigentümer zahlen dreimal höhere Steuern als Wohnungseigentümer. Dies stellt für Eigentümer von bebaubaren Grundstücken eine enorme finanzielle Belastung dar. Es wird darauf hingewiesen, dass die Grundsteuererhöhungen insbesondere Bürger mit unbebauten Grundstücken stärker treffen werden.

GRUNDBUCHAMT-VORGÄNGE SIND BLOCKIERT

Darüber hinaus wird berichtet, dass grundbuchamtliche Vorgänge aufgrund der gestiegenen Grundsteuerwerte ins Stocken geraten sind. Da die Richtwerte bei den Gemeinden für die Berechnung der Grunderwerbsteuer zu hoch angesetzt sind, können viele Verkäufe nicht abgewickelt werden. Eigentümer ziehen ihre Anträge aufgrund dieser hohen Steuern zurück. Zudem führen diese Anstiege bei der Grundsteuer auch zu einer Erhöhung der Spekulationssteuer, was Verkäufe zusätzlich behindert.

Um diese Situation zu lösen, wird erwartet, dass die Regierung eine Regelung zur Wertanpassung trifft. In diesem Rahmen könnte durch eine einmalige Steuererklärung oder eine Wertanpassung der Weg für grundbuchamtliche Vorgänge wieder frei gemacht werden.

RENTNER UND ANGEHÖRIGE VON GEFALLENEN SIND AUSGENOMMEN

Andererseits gibt es für bestimmte Bevölkerungsgruppen Befreiungen bei der Grundsteuer. Während die Befreiung für Rentner, die nur eine einzige Wohnung mit einer Fläche von nicht mehr als 200 Quadratmetern besitzen, fortbesteht, sind auch Angehörige von Gefallenen und Veteranen sowie Empfänger von Witwen- und Waisenrenten von der Grundsteuer befreit.

Die Grundsteuer wird in diesem Jahr ab Mai spürbar. Die Steuerzahlungen erfolgen in zwei Raten im Mai und November. Eigentümer, die in diesem Jahr mit Steuererhöhungen konfrontiert sind, werden ein Vielfaches der bisher gezahlten Grundsteuer entrichten müssen.