Anzahl der „Zombie-Unternehmen“ steigt rasant: Am stärksten im Textilsektor vertreten
Untersuchungen zufolge nimmt die Zahl der sogenannten „Zombie-Unternehmen“ in der Türkei, die sich hoch verschulden, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten, und neue Kredite aufnehmen müssen, um diese Schulden zu bedienen, stetig zu.
12punto
Unternehmen, die hohe Kredite aufnehmen, um ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen, und sich erneut verschulden müssen, um diese Schulden zurückzuzahlen, werden als „Zombie-Unternehmen“ bezeichnet.
In der Türkei machen Unternehmen aus dem Textilsektor mit 25 %, aus dem Baugewerbe mit 20 % sowie aus dem Logistikbereich mit 15-20 % den größten Anteil an Zombie-Unternehmen aus.
„ANZAHL DER ÜBERLEBENDEN ZOMBIE-UNTERNEHMEN STEIGT“
Gülsüm Çıracı, Mitbegründerin von Startupfon, erklärte gegenüber dem Magazin Capital, dass die Zahl der Zombie-Unternehmen stetig wachse: „Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Unternehmen im türkischen Start-up-Ökosystem, die Insolvenz anmelden mussten oder geschlossen wurden, deutlich gestiegen. Auch in diesem Jahr beobachten wir eine Zunahme von Zombie-Unternehmen, die ihre Schulden nicht begleichen können und nur durch externe Finanzierungshilfen überleben.“
Als Hauptgrund für das Scheitern von Start-ups werden wirtschaftliche Unsicherheiten und die hohe Inflation angeführt. Diese Situation erhöht die Kosten für die Unternehmen und schafft zudem operative Schwierigkeiten.
Murat Paloğlu, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion und Partner bei KPMG Türkei, erklärte ebenfalls, dass es für „Zombie-Unternehmen“ in der Türkei aufgrund der schwindenden staatlichen Unterstützung zunehmend schwieriger werde, Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten, und fügte hinzu: „In diesem Prozess haben einige Unternehmen den Weg der Umstrukturierung eingeschlagen, während wir bei anderen das Scheitern miterleben werden.“