Außenhandelsdefizit stieg im Juli um 14,1 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar
Die Exporte beliefen sich im Juli auf 25,6 Milliarden Dollar, die Importe auf 33 Milliarden Dollar. Das Außenhandelsdefizit stieg im Jahresvergleich um 14,1 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar.
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Nach einer Zusammenstellung von Bloomberg HT stieg das Außenhandelsdefizit im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,1 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar. Den in den Grafiken enthaltenen Daten des TÜİK und des Handelsministeriums zufolge beliefen sich die Exporte im gleichen Zeitraum auf 25,6 Milliarden Dollar, während die Importe bei 33 Milliarden Dollar lagen.
Während die Daten zeigen, dass die Importe weiterhin die Exporte übersteigen, deutet dies darauf hin, dass sich die Verschlechterung des Außenhandelsgleichgewichts auf Jahresbasis erneut verstärkt hat. Die Ergebnisse für Juli verdeutlichen, dass die Zusammensetzung des Außenhandels zu Beginn der zweiten Jahreshälfte weiterhin ein zentrales Thema auf der wirtschaftspolitischen Agenda bleibt.
AKTUELLE LAGE BEI ANDEREN INDIKATOREN
Auf der Industrieseite wurde der Einkaufsmanagerindex (PMI) der ISO für das verarbeitende Gewerbe im Juli mit 47,7 verzeichnet. Dass der PMI unter dem Schwellenwert von 50 blieb, gehört zu den Indikatoren, die auf eine anhaltende Schwäche der Geschäftsbedingungen im verarbeitenden Gewerbe hindeuten.
Bei den Inflationsindikatoren fiel die Divergenz zwischen Waren- und Dienstleistungspreisen auf. Den Grafiken zufolge blieb die Wareninflation auf Monatsbasis zwei Monate in Folge unter 1 Prozent, während bei der Dienstleistungsinflation ein hartnäckigerer Trend anhielt.
Auch die Differenz zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen trat in den Juli-Daten hervor. Während der VPI (Verbraucherpreisindex) mit 31,75 Prozent und der Erzeugerpreisindex (EPI) mit 27,83 Prozent angegeben wurden, wurde die Differenz zwischen den beiden Indizes auf etwa 3,9 Punkte berechnet.
Betrachtet man die Hauptausgabengruppen, so stachen die jährlichen Anstiegsraten in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen und Lebensmittel hervor. Während der allgemeine VPI bei 31,75 Prozent lag, wurden Anstiege von 44,18 Prozent im Bildungsbereich, 43,89 Prozent im Gesundheitswesen, 40,32 Prozent bei Wohnkosten sowie 37,53 Prozent bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken verzeichnet.
Auch die Differenz zwischen geldpolitischen Indikatoren und der Inflation war ein beobachtetes Thema. In den Grafiken wurde darauf hingewiesen, dass die Schere zwischen dem VPI und dem Zinsindikator der TCMB auf den höchsten Stand seit 5 Monaten gestiegen ist und die Differenz 8,25 Punkte beträgt.
Bei den Lebensmittelpreisen konzentrierten sich die höchsten monatlichen Anstiege auf bestimmte Gemüse- und Obstgruppen. Im Juli wurde bei sonstigem Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch und Karotten ein Anstieg von 25,9 Prozent verzeichnet; bei Knollengemüse ein Anstieg von 21,6 Prozent; bei fruchttragendem Gemüse wie Tomaten, Paprika, Gurken und Zucchini ein Anstieg von 14,5 Prozent.